15.12.2001: 1. FC Nürnberg – FC St.Pauli 0:0

17. Dezember 2001 | Von | Kategorie: Berichte

Vom Spiel und Umfeld gibt es eigentlich nichts zu erzählen… ausser den folgenden 12 Fakten:

  • Es war saukalt
  • Der Glühwein in Nürnberg auf dem Christkindlmarkt wird traditionell offenkundig handwarm ausgeschenkt (aber dennoch geschmackvoll und alkoholhaltig rüberkam), wohingegen er im Stadion mehr den Anschein von kaltem Kirschwasser zu 7,50 DM erweckte
  • Die Nürnberger Verkehrsbetriebe setzen offenbar nach Spielen keine Sonderbahnen ein
  • In Nürnberg interessiert sich bei Abstiegsendspielen offenbar keiner für seinen Verein, es sollen zwar 20.000 dagewesen sein, diese sahen aber mehr wie 10.000 aus und klangen nach 2.000.
  • Der so berühmte Nürnberger Christkindlmarkt ist eigentlich keine Besonderheit, die sich von anderen Weinachtsmärkten unterscheidet (sieht man mal davon ab, dass es ca. 5000 Lebkuchenstände gibt)
  • In Nürnberg ist offenbar für Gästefans all das verboten, was bei den Heimfans erlaubt ist (und umgekehrt, bei uns durfte man nämlich scheinbar singen)
  • In Nürnberg war mal wieder seltsames Volk bei uns im Block anwesend, die auch nach 20 Minuten noch nicht bemerkt hatten, dass nicht Bulat, sondern Henzler im Tor stand und auch ansonsten nicht besonders informiert wirkten, aber im Gegensatz zu Stuttgart wenigstens sangen
  • Die Ordner zwar keine Bambus- Fahnenstangen ins Stadion liessen, sie aber eine halbvolle JackDaniels- Flasche offenbar nicht weiter störte, die im Gästeblock in die Cola gefüllt wurde, die leere Flasche nahmen sie dann anschliessend, als diese leer war, an sich…
  • Fahrten mit dem ICE versprühen irgendwie ein besonderes Flair, und man endlich mal Beinfreiheit hatte, und sich sogar schlafenderweise die kurze Zeit verschlagen konnte
  • Die Nürnberger kamen offenbar nicht mit unserer Freude an den 18. Tabellenplatz klar, und pöbelten daher ihrerseits mächtig in Richtung der singenden
  • Wabernder Lebkuchengeruch und Glühwein verleitet Leute offenbar dazu, erst ihren Oberkörper mit heisser Schokolade in einem Irish Pub aufzuwärmten, und anschliessend dann plötzlich darüber zu sinnieren, dass sie unbedingt Schuheinlegesohlen benötigten, die auch prompt gekauft wurden
  • Das Erlebnis Nürnberg führt dazu, dass Leute einen auf der Rückfahrt im ICE anpöbeln und fast tätlich angreifen, weil man „auf ihren Platz sitzt“ (was man natürlich hätte wissen müssen, weil derjenige schliesslich jeden Abend dort sitze).
  • Nürnberg bei Minus 10 Grad muss derartig viele Glückshormone freisetzen, dass es scheinbar Leute gibt, die es toll zu finden scheinen, sich plötzlich zu entkleiden und uns allen die eigene Hühnerbrust vorzuführen, beim Spielstand von 0:0 und einem stinklangweiligem Spiel…
  • Die Erinnerungen an das letzte Auswärtsspiel in Nürnberg führten endlich dazu, dass Demuth endlich den Mut hatte und mal ein anderes Team aufstellte.

Aber ansonsten gab es eigentlich nichts besonderes…

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