Nachbericht vom Fantalk „Das neue Vermarktungskonzept“

26. August 2001 | Von | Kategorie: Offizielles

Am Donnerstag (23.08.) fand ein FANTALK im Clubheim St.Pauli statt. Thema war die neuen Pläne der Vermarktungs KG. Ich werde jetzt mal versuchen, mit entsprechendem Abstand diesen Abend zu bewerten.


Zunächst einmal wurde die diesjährige Vermarktung (etwas langatmig) vorgestellt. Was das im einzelnen bedeutet, kann man hier nochmal nachlesen.

Anschliessend kam es zu einer Frage- und Antwortrunde, da war Maxim das Hauptthema. Es wurde kritisiert, dass der Verein so ein frauenfeindliches Magazin im Stadion werben lasse. Die Marketing meinte in etwa, dass ihr der Kritikvorwurf am Magazin weitestgehend unbekannt war, es gab seit Saisonbeginn zwar massenhaft Mails an info@fcstpauli.de sowie die Marketingmailadresse, aber nur eine einzige Mail hätte als Thema Maxim gehabt.
Sie wollen die aufkommende Kritik an Maxim weitergeben, und sind auch recht zuversichtlich, dass die die dargestellte Werbung abändern werden (schon im eigenen Interesse). Das sei auch bereits einmal vor Saisonbeginn so gewesen- Maxim sei der einzige Werbepartner, der sein Werbekonzept von sich aus freiwillig dem Verein vorgestellt hätte, und der Verein hatte hier bereits im Vorfeld eine erste Änderung veranlasst, die auch durchgeführt wurde. Mit der jetzigen Darstellungsform hatte der Verein bisher kein Problem.

Dann kam das Gespräch auf die zukünftigen Marketingkampagnen des Vereins zu sprechen- hier sind zukünftig diverse „Events“ geplant, die nicht unbedingt etwas mit Fussball zu tun haben müssten. So soll es auf der Reeperbahn wohl eine Kunstschneepiste mit Aprés- Ski- Verarschung geben, also nicht diese klassische Musik von dort, sondern wohl etwas stadtteilpassender, und diverse weitere Veranstaltungen sind im Viertel geplant.
Man will sich gewissermassen zu einem Eventcenter für den Stadtteil entwickeln, der ein neues Publikum ans Millerntor bringen soll, was sich bisher bspw. noch nicht direkt für den Fussball interessiert hat. Leider wurde nicht gefragt, wo man das neue Publikum denn im Stadion unterbringen wolle.

Es soll eine Fankneipe auf der Reeperbahn eröffnet werden, bei dem der Verein am Gewinn beteiligt wird. Betreiber wird die Holstengruppe sein, die das Personal stellt und das finanzielle Risiko trägt (der Verein wird also am Gewinn beteiligt, muss aber nicht für ein Minus aufkommen). Ein direkter Fanshop soll dort nicht mehr integriert sein, das ganze wird mehr Fanladencharakter mit „Fanartikel- Wäscheleine überm Tresen“ oder so haben.

Ferner soll es eine bundesweit erhältliche Modemarke geben, die allerdings nicht unbedingt den FC St.Pauli als Vorbild haben wird, sondern eher St.Pauli- was so auch auf Schriftzügen auftauchen wird. Und auch nicht unbedingt Vereinsfabenbezogen sein soll. St.Pauli sei deutschlandweit die einzige Marke, die man in so einer Weise vermarkten könne, weil nicht nur der Verein, sondern auch der Stadtteil Kultcharakter besässe.

Dann war ein weiteres Thema die offizielle Vereinshomepage. Da wurde gesagt, wieso es bis zu einer neuen Vereinshomepage bzw. einem neuen Design so lange dauern würde (so richtig nachvollziehen kann ich es noch nicht, deswegen sage ich da nichts weiteres mehr zu), und wieso es überhaupt so weit kommen konnte, dass der Verein nun quasi ohne Homepage dasteht. Man wollte das alte Design so lange wie möglich benutzen, und scheute offenbar das Investitionsvolumen für die Erstellung eines neuen Designs- was man aber jetzt doch auch investieren muss?! Es wurde gesagt, dass der jetzige Partner erst Ausschreibungen an seine Reseller machen musste, und dass das nun einmal auch seine Zeit benötige, waqs zu einer entsprechenden Zeitspanne führt, bis der Verein wieder etwas vorzeigbares hat.
Konkret an einer neuen Seite werde seit Saisonbeginn gewerkelt. Ein „Korruptionsverdacht“ wegen des Gemauschels bei der Neuausschreibung des Internetdienstleisters (den jetzt ein Tochterunternehmen (der Vermarktung?) inne hat) wurde ausgeräumt.
Zukünftig will man enger mit bestehenden Fanseiten zusammenarbeiten.

Insgesamt betrachtet merkte man recht deutlich, auf einem Marketingabend anwesend zu sein. Es wurden „Events“ und änliche fanferne Vokabeln aus dem Marketingbereich verwendet, wie es schon bei der letzten JHV und der Vorstellung von upsolet der Fall war…

Ähm, ich glaube, das waren die wesentlichen Themen, ich hoffe, ich habe alles soweit richtig wiedergegeben, ist schon eine Weile her…

Ein Kommentar
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  1. Was du noch vergessen hast ist, das die Veranstaltung in 3 Monaten noch mal wiederholt werden soll, zwecks weiterem Diskurs.
    Wichtig ist das dort auch weiterhin Druck ausgeübt wird, Kritik vorgebracht wird, dann bewegen die sich auch.

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