Vorstellung des Hauptsponsors

15. Juni 2001 | Von | Kategorie: Offizielles, Verträge

Auch wenn beim Verein noch nicht Freitagvormittag ist, und der neue Sponsor sich deswegen scheinbar noch nicht vorgestellt hat- wird er hier vorgestellt. Das ganze sind Selbstdarstellungen oder Pressezitate, da ich mit dem Laden nichts anfangen kann. Wollen wohl erst, wie WOI, durch uns bekannt werden.


SECURVITA und der FC St. Pauli sind ideale Partner. Beide sind Vorkämpfer mit unkonventionellen Ideen und Engagement. „St. Pauli passt zu uns. Wir haben ebenso wie die St. Pauli-Spieler Erfahrung darin, das Unmögliche möglich zu machen“, sagt Thomas Martens, Aufsichtsratsvorsitzender der SECURVITA Holding AG. „Beide Partner haben sich in einem kommerzialisierten Umfeld mit Erfolg durchgesetzt und bleiben den ursprünglichen Idealen treu. Wir engagieren uns gegen die Diskriminierung von Minderheiten, gegen Atomkraft und Umweltzerstörung und setzen das auch in unseren Produkten um. Für das gleiche Engagement sind auch die Fans und das Umfeld von St. Pauli bekannt.“ …SECURVITA hat mit dem FC St. Pauli neben dem herkömmlichen Sponsoring zusätzlich eine neue Form von gemeinsamer aktiver Marketing-Partnerschaft entwickelt. In der kommenden Bundesliga-Saison werden bereits zwei ökologisch ausgerichtete Unternehmen mit dabei sein. In Freiburg wirbt die NaturEnergie AG auf dem Trikot des SC Freiburg für grünen Strom. Der Ökostrom-Hersteller NaturEnergie AG ist Kooperationspartner der SECURVITA. (securvita.de)

Neuer Hauptsponsor bringt St. Pauli 4,68 Millionen Mark = Hamburg (dpa) – Rund 4,68 Millionen Mark pro Jahr bekommt der FC St. Pauli Hamburg von seinem künftigen Hauptsponsor. Die Hamburger Unternehmensgruppe Securvita und der Aufsteiger in die Fußball- Bundesliga haben am Freitag einen entsprechenden Vertrag unterschrieben. Die Partnerschaft gilt zunächst für drei Jahre und greift auch bei einem eventuellen Abstieg in die 2. Liga – dann allerdings mit reduzierten Leistungen. „Wir haben einen Sponsor gefunden, der hervorragend zu uns passt“, wertete St. Paulis Manager Stephan Beutel den Vertragsabschluss. Als „etwas anderer Verein“ habe man eine „etwas andere Versicherung“ gefunden, sagte Christian Toetzke, Geschäftsführer der St. Pauli Vermarktungs-GmbH. Die Securvita-Gruppe gilt als Spezialist für alternative Versicherungen in der Medizin sowie für ökologische Finanzdienstleistungen. Der Slogan „Das Beste aus zwei Welten“ wird künftig das Trikot der Kiez-Kicker schmücken. „St. Pauli passt zu uns. Wir haben ebenso wie die St. Pauli- Spieler Erfahrung darin, das Unmögliche möglich zu machen“, glaubt Thomas Martens, Aufsichtsratsvorsitzender und Gründer der Securvita Holding. Auch über die Fans soll weiteres Geld in die Kassen von St. Pauli fließen: Für jeden Vereins-Anhänger, der künftig zur Securvita- Gruppe wechselt, wird der Verein eine Provision erhalten. Neben der Securvita-Gruppe plant St. Pauli die Saison mit weiteren sieben Co-Sponsoren. „Alle Verträge werden Ende dieses Monats stehen“, ist sich Christian Toetzke sicher. Die jährlichen Gesamt- Werbeeinnahmen würden sich dann auf rund 7,5 Millionen Mark belaufen. An weiteren Marketing-Konzepten wird noch gearbeitet: Auf der Reeperbahn soll eine St.-Pauli-Bar eröffnet werden, eine eigene Modemarke ist für das Weihnachtsgeschäft geplant. Die zur Stadtteil- Illustrierten erweiterte Fan-Zeitschrift könnte schon zum Saison- Auftakt realisiert werden. ´[dpa]

Und am Abend ist schliesslich auch endlich auf der offiziellen Homepage der Vormittag angebrochen, auch dort wird uns nun also der Sponsor mit folgenden Worten vorgestellt:
Beim FC St. Pauli kommt Securvita auf die Brust. Ab der kommenden Spielzeit steigt die Securvita Unternehmensgruppe als neuer Hauptsponsor am Milerntor ein, das Hamburger Unternehmen wird zusätzlich auch Sponsor der Amateure sowie der gesamten Jugendabteilung des FC St. Pauli. Die neue Zusammenarbeit gaben heute St. Pauli-Manager Stephan Beutel, Vermarktungsgeschäftsführer Christian Toetzke sowie der Aufsichsratsvorsitzende der Securvita Holding AG, Thomas Martens und Vorstandsmitglied Harry Assenmacher bekannt.
„Als Spezialist für alternative Medizin, Naturheilkunde und ökologische Finanzdienstleistungen passt die Securvuta als etwas andere Versicherung hervorragend zur Philosophie unseres etwas anderen Fußballvereins“, sagte Christian Toetzke.

Die Parteien haben in der kommenden Bundesliga-Saison Werbeleistungen in Höhe von 4,68 Millionen Mark vereinbart. Die Partnerschaft gilt für die kommenden drei Spielzeiten und greift auch in der 2. Liga. Dann mit reduzierten Werbeistungen gemäß dem Vermarktungskonzept des FC St. Pauli.

Neu und chancenreich zugleich ist für den FC St. Pauli die Beteiligung an vertrieblichen Erfolgen der Securvita, die sich aus der gemeinsamen Partnerschaft ergeben. „Wir werden nicht zum Versicherungsmakler, sind aber davon überzeugt, dass wir unseren Fans mit dem neuen Partner sehr attraktive Angebote vorstellen können. Und jeder Fan, der zum Beispiel in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung zur Securvita wechselt, weil er Wert darauf legt, anerkannte Naturheilverfahren in Anspruch zu nehmen, unterstützt damit auch den FC St. Pauli“, so Toetzke.
Diese dynamische Komponente kann es dem FC ermöglichen, schon in der nächsten Saison finanziell in die Bereiche etablierter Erstligavereine zu kommen. Auch Manager Stephan Beutel ist glücklich über den neuen Haupt- und Trikotsponsor. „Die Securvita passt zu uns und wir haben einen seriösen und zuverlässigen Partner im Boot; das ist wichtig für die Planungen der kommenden Spielzeiten“, sagte Beutel.

5 Kommentare
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  1. Soso. Die Vermarkter wollen also immernoch eine eigene Modemarke in den Markt drängen, und noch immer auf der Reeperbahn mit den sündhaft teuren Mieten eine Bar integrieren, sowie mit einer Stadionzeitschrift der Szene Hamburg oder Oxmox Konkurrenz machen. Wird auch das Projekt „Vereinstankstelle“ noch weiter verfolgt?!

    Was ich von derlei tollkühnen (um nicht leicht größenwahnsinnig zu schreiben) Plänen halte, habe ich bereits im Artikel Neues Vermarktungskonzept oder ‚Wann bekommt der Rohbau eine Deckenverkleidung?‘ geschrieben.

    Von einer Versicherung als Hauptsponsor „des etwas anderen Vereins“ halte ich auch nicht sonderlich viel. Waren die letzten Sponsoren noch was besonderes (Jack Daniels wegen ‚Extremhochprozentiges‘, WOI wegen ‚das erste Mal ein Unternehmen der NewEconomy als Fussballsponsor‘ oder Astra wegen ‚endlich richtiges Bier und mal wieder ein Sponsor aus dem Stadtteil‘), ist diese Versicherung einfach nur eine Versicherung. Ob die einen alternativen Touch haben oder nicht, ist für mich nicht relevant- eine Versicherung ist genauso öde und bei Fußballvereinen normal wie eine Bank oder ein Autohersteller- sowas löst bei mir jedenfalls kein Verlangen danach aus, mir ein so ödes Trikot zu kaufen und für eine Versicherung (ohwielangweilig!) Werbemännchen zu spielen.
    Naja, irgendwann kommt ja vielleicht mein Astratrikot…

  2. Das mag vielleicht Deine Meinung sein, jedoch muß ich sagen, daß ich den neuen Sponsor eigentlich ganz gut finde. Sicherlich hätte ich gern wieder einen kultigeren Sponsor à la JackDaniel’s, doch Securvita hat auch seine guten Seiten. Und früher oder später gewöhnen wir uns ja sowieso an ihn. Schlimm wäre es ja auch gewesen, wenn es z.B. wieder so ein Würstchenfabrikant wie Böklunder wäre. Nun gut; alles in allem spricht mich diese etwas andere Versicherung mit interessanten Leistungen aber an und ich werde gern dafür per Trikot Werbung machen – Forza St.Pauli!

  3. Ich stimme Dir zu, eine Versicherung als Hauptsponsor zu haben, ist sicherlich etwas weniger kultig als „Astra“. Keine Frage! Habe mir deren „Mission“ auf ihrer Web-Side angesehen. Ich finde, mit ihrem alternativen Anspruch passen die durchaus zu unserem Verein.
    Abgesehen davon und mehr grundsaetzlich, bei dem abgeschlossenen und vom Verein angestrebten Volumen, duerfte es sicherlich nicht eben einfach sein, einen kultigen Sponsor wie Jack Daniels etc. zu finden. Solche Groessenordnungen sind in der Regel nur von groesseren Unternehmen zu realisieren, die ueber das entsprechende Marketingbudget verfuegen. Was waere dann die Alternative zu dieser alternativen Versicherung?
    Beiersdorf? Otto-Versand (um in Hamburg zu bleiben). Waere Dir das lieber?

  4. Airbus Industries hast Du noch vergessen ;-)Irgendwie hast Du ja recht. Trotzdem fällt es mir schwer mich an eine Versicherung zu gewöhnen. Aber immerhin noch besser als der Deutsche Ring. Oder gar wieder als Würstchen aufzulaufen…

    Allerdings hat das ganze wohl einen echten Haken: Bislang hat man nur rein-weiße oder schwarze Trikots gesehen. Hat der FC St. Pauli für die fast 5 Millionen denn auch die braun-weißen Trikots verscherbelt?

  5. Wuerde sich anbieten. Das Papier des Kartencenters ist ja auch nicht mehr Braunweiss mit Kaffeetassenfleck, sondern nur schlicht weiss…

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