Demo nach Lauternspiel – Gleichbehandlung von Fans beim Derby- Anfahrtsweg!

29. März 2002 | Von | Kategorie: Aktionen

Moin St.Pauli-Fans und frohe Ostern, wir fühlen uns von Polizei und Behörden verarscht und wollen uns dagegen wehren. Dafür benötigen wir noch eure Hilfe (siehe unterer Teil der Mail).
Zur Vorgeschichte. Sven/der FC St.Pauli hatte ja nach Absprache mit den Behörden/Polizei vier Anfahrtswege zur Wahl gestellt. Dabei hatten wir offenkundig gar keine Wahl bzw. der beste, sicherste und einfachste Weg wurde erst gar nicht mit aufgeführt.
Ein Shuttle ab Sternschanze bis Eidelstedt ist gar nicht mehr umzusetzen vom HVV, wurde aber mit angeboten. Die Polizei hat scheinbar schon vorher (ohne Absprache mit dem Verein) dem HVV den Auftrag für den Othmarschen-Shuttle gegeben (siehe hier).

Dieser Weg über Othmarschen ist für uns auch immer noch der beste und sicherste Weg (komplette Trennung der beiden Fangruppen). Es gibt allerdings die Möglichkeit dichter mit den Shuttlebussen ans Stadion heranzufahren. Die beste Variante, die die Polizei in Zusammenarbeit oder auf Anweisung des Bezirksamtes Altona ablehnt ist der Busshuttle ab Othmarschen durch die August-Kirch-Straße (führt mitten durch den Volkspark) direkt vor die Auswärtskurve. Kein ellenlanger Fußmarsch wie beim letzten Mal, keine Mischung in Stellingen oder Eidelstedt.
Ohne Begründung wurde auf Nachfragen dieser Weg abgelehnt. Doch er paßt optimal.

Augenzeugenbericht zur Straße (die laut Polizei nicht befahrbar sein soll): „Der ominöse Teilabschnitt der August-Kirch-Straße, der gesperrt und „rückgewidmet“(d.h. keine Straße mehr) ist, hat eine Länge von schätzungsweise 500m.
Dass die Straße in einem miserablen Zustand sei, kann ich nicht behaupten.
Ca. 3-4 frühstückstellergroße Schlaglöchlein, am südlichen Ende ist der Fahrbahnrand teilweise in einem nicht optimalen Zustand – so sieht jede dritte Straße in Hamburg nach einem Winter aus. Dann habe ich ungefähr 3 Äste auf der Straße liegen gesehen – für eine bewaldete Straße ist auch dies nichts Ungewöhnliches.

Auch eine „Gewichtsbegrenzung“ wie z.B. „nur bis 7,5 t“ habe ich nicht sehen können, also wäre auch eine Durchfahrt mit Bussen theoretisch möglich. Die Straßenbreite macht mir übrigens auch keine Sorgen. Als mir der Kleinlaster entgegen kam, bin ich natürlich an den Fahrbahnrand gegangen und habe festgestellt, dass auf meiner Seite fast Platz für noch zwei zusätzlich nebeneinander fahrendende Autos wäre – reicht also locker.
Auch vorhanden wäre am Stadion eine Kehrmöglichkeit für die Busse. Von der August-Kirch-Straße kommend, würde der Bus links in die Stadionstraße abbiegen und dann kurz vor der Kreuzung Stadionstraße/ Luftbadweg halten und die Leute aussteigen lassen. Dann fährt der Bus den Luftbadweg durch (hier befindet sich auch eine Schranke, die wurde aber wahrscheinlich dort hingebaut, damit Zuschauer nach den Spielen dort nicht mit ihrem Auto durchfahren), biegt am Straßenende links in den Hellgrundweg und kurz danach wieder in die Stadionstraße links rein, sprich: auf der rechten Straßenseite der Stadionstraße könnte man eine Haltestelle für ankommende, auf der linken Straßenseite eine Haltestelle für abfahrende Busse einrichten. Da dieser Abschnitt der Stadionstraße an Spieltagen eh für den Durchgangsverkehr gesperrt ist, könnten hier auch mehrere Busse hintereinander stehen.“

Für uns gibt es keinen Grund diese sichere Anfahrtsmöglichkeit abzulehnen.
Es handelt sich um ein Naherholungsgebiet. Aber die Öffnung dieser Straße für jeweils 2 Stunden und nur für die Busshuttles wird die Naherholung an einem Freitag nachmittag/abend nicht nennenswert stören.

In ganz Deutschland werden wir durch willkürliche Entscheidungen von Polizei, Ordnern oder Behördern bei unseren Auswärtsspielen drangsaliert. In Köln müssen wir darum betteln, daß wir mal ne Stunde länger in einer Stadt sind als nur zum Spiel, hingegen die Stuttgarter dürfen um 9.00 Uhr morgens in Hamburg ankommen und um 2.00 Uhr nachts wieder abfahren.
Deshalb fordern wir jetzt eine Gleichbehandlung ein. Die Hutschnur ist geplatzt. Wenn es durch die Polizei möglich ist komplette Straßen nach Spielen zu schließen (Simon-von-Utrecht- Srasse oder Clemens-Schultz- Strasse) und für den Durchgangs- und Durchfahrtsverkehr zu sperren, muß es auch möglich sein eine Straße für ein paar Stunden zu öffnen.

Das fordern wir und wehren uns gegen die Entscheidung des Bezirksamtes/ der Polizeidirektion West.

  1. Mit einem offenen Brief an die Polizei-Dienstleitung, die zuständig ist für die aol-Arena und an das Bezirksamt Altona
  2. Mit der Androhung und Durchführung einer Demonstration nach dem nächsten Heimspiel/li>

Zur Demo findet ihr im Anhang den Aufruf.

Natürlich gibt es wichtigere Sachen für die wir auf die Straße gehen sollten (Sozialabbau, Nicht-Wahl von Stoiber usw.) aber wir haben gemerkt, daß Protest mit Flugblättern oder offenen Briefen, Pressekampagnen etc. die Politiker oder Polizei nicht interessiert. Deshalb als Signal eine kurze Demo, daß wir nicht davor scheuen für unsere Interessen auf die Straße zu gehen.

Ihr könnt den offenen Brief und den Aufruf zur Demo noch als Fanclub, Fanzine o.ä. Unterschreiben.

Und ganz wichtig!
Wir suchen noch Helfer beim Verteilen der Flugblätter vor dem Spiel und wir benötigen für je 50 Teilnehmer der Demo einen Ordner. Bitte meldet euch als Einzelperson oder Fanclub wenn ihr uns helfen könnt und wollt.
Vielen Dank

Euer Fanladen-Team

Demoaufruf

Für unser `Heimspiel` gegen den HSV in der AOL-Arena gibt es einen Sicherheit gewährleistenden Anfahrtsweg über die August-Kirch-Straße. Dieser befestigte Weg ist problemlos für Busse befahrbar und führt direkt hinter die Südkurve, in der das Gros der St.Pauli Fans stehen, bzw. sitzen wird.

Die Hamburger Polizei verweigert uns (auf Anweisung des Bezirksamt Altona, Herrn Hornauer) diesen Anreiseweg, da die Straße angeblich zu eng, in einem zu schlechten Zustand und als Naherholungsgebiet ausgewiesen sein soll. Wir sind jedoch den ganzen Weg zur Arena abgefahren und müssen diesem widersprechen. Es handelt sich um eine befestigte, geteerte Straße auf der problemlos 2 Busse nebeneinander fahren können. Dann müßte auch jede Straße auf St.Pauli zum Naherholungsgebiet erklärt und gesperrt werden.

Die August-Kirch-Straße bietet den sichersten und kürzesten Weg vom Endhalt der Busse zur Arena. Hierdurch würden die langen zu Fuß zu bewältigenden Wegstrecken für die anreisenden Fans entfallen und eine komplette Trennung der beiden Fangruppen wäre gewährleistet.

Für uns gibt es keinen Grund diese sichere Anfahrtsmöglichkeit abzulehnen. Es handelt sich um ein Naherholungsgebiet. Aber die Öffnung dieser Straße für jeweils 2 Stunden und nur für die Busshuttles wird die Naherholung an einem Freitag nachmittag/abend nicht nennenswert stören.

In ganz Deutschland werden wir durch willkürliche Entscheidungen von Polizei, Ordnern oder Behördern bei unseren Auswärtsspielen drangsaliert. Die Hutschnur ist geplatzt. Wenn es durch die Polizei möglich ist komplette Straßen auf St.Pauli nach Spielen zu schließen (Simon-von-Utrecht oder Clemens-Schultz) und für den Durchgangs- und Durchfahrtsverkehr zu sperren muß es auch möglich sein eine Straße für ein paar Stunden zu öffnen.

Wir fordern daher das Bezirksamt Altona und die Polizeidirektion West auf, die sichere Anreise in den Volkspark zu ermöglichen oder alle gleich zu behandeln und auch die Straßen auf St.Pauli für den Durchfahrtsverkehr zu schließen und als Naherholungsgebiet auszuweisen.
Dafür demonstrieren wir! Direkt nach dem Heimspiel gegen Kaiserslautern findet aus diesem Grunde ein Demonstration von der Budapester Straße (Sammelpunkt an der Ecke Stadionreihe) über den Millerntorplatz zum Spielbudenplatz statt. Beginn ist 17.30 Uhr / Ende gegen 18.00 Uhr. Kommt alle und demonstriert mit gegen die Behördenwillkür und fortwährende Verarschung von uns St.Pauli-Fans!

Dieser Aufruf/Demonstration wird unterstützt von: Fanladen St.Pauli, Sprecherrat der offiziell eingetragenen St.Pauli-Fanclubs, Übersteiger, Splitter-Online, kiezkicker.de-Fanzine, Nachgetreten, Rasenmäher-Zine, Passanten, den Fanclubs Blödes Volk, Offenes Bein Bramsche, FC 42, Modefansknabeweg, Fußballfreunde, de Likedeelers, Die Feuchten Biber, FG Glinde, Chaoskicker, FG Intergalactic, Pendler Lüneburg, Grasgrüne Grashüpfer, Roter Stern Kiel, 1. FC St.Pauli Modefanclub Holger Hieronymus, Die Kartenschnorrer, Kanalratten Rendsburg, WKA Trullerbü, Netpirates, Old Dubliner, Murphy?s Law, Kopfschuss.de, Diana?s Darlings, Blunties Berlin, FG KiWi, Skinheads St.Pauli, Patsches Leibgarde, motorstpauli, RllbfhpA, ?Freibeuter Göttingen, Fidelitas Karlsruhe, West-Brigade, Pauls & Girls, Braun-Weiße Bambusn, Peter, Pauli & Mary, Harry?s Vagabunden, Braun-Weiß Edel, Action Mutante, Fischpisse, Minute 76, FC St.Pauli Supporters Oldenburg und Leer, Unschuldsengel, Ü30, Hafenklang, Veteranen, Carpe Diem, dem Jugendwart der AFM und zahlreichen Einzelpersonen.
V.i.S.d.P: Fanladen St.Pauli, Brigittenstr. 3, 20359 Hamburg

Ein Kommentar
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  1. Bin dabei! Und hab auch auf meiner Seite zum Handel aufgerufen! (http://www.kiezclub.de)

    Ausserdem bin ich der Meinung, daß alleine schon die Spielverlegung auf den Freitag eine Frechheit ist! Da hat der DFB mal wieder gepennt und wir müssen darunter leiden.
    Die hsver sind mal wieder die „wichtigeren“ und die Polizei Hamburg bekommt ständig Karten für die VIP-Lounge des hsv. Das erklärt doch einiges, oder nicht? Aber das mit dem Filz ist hier wohl nicht das richtige Gesprächsthema!

    Gruß
    kiezclub_de webmaster Basti

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