St.Pauli – Alemannia Aachen 3:3

22. März 2002 | Von | Kategorie: Berichte

In einem spielerisch über weite Strecken enttäuschendem Spiel kam St.Pauli zuhause erneut nicht über ein Unentschieden hinaus. So langsam darf auch gerne mal gewonnen werden, aber Donnerstag (14.12., 20:15 Uhr) kommt ja der Spitzenreiter Nürnberg ans Millerntor, und gegen bessere Teams hat St.Pauli meistens gewonnen. 😉

Choreografie beim Einlaufen (braune Tüten, Doppelhalter)Nun ja, es war wirklich kein hochklassiges Spiel, und dem schloss sich auchder Schiedsrichter an, der einige „unglückliche“ Pfiffe fabrizierte.Zwar nicht ausschließlich gegen St.Pauli, aber was der sich so zusammenpfiff,war teilweise wirklich nicht mehr schön. Aber er hatte natürlich nicht schuldan diesem Unentschieden. Da war das Team selbst schuld. Dennoch bleibt St.Pauliauch weiterhin unbesiegt- mittlerweile seit 8 Spieltagen.
Wenn man zuhause durch einen Elfmeter in Rückstand gerät- und dendarauffolgenden Anstoß direkt zum Ausgleich ins Tor ballert, dann muss mandranbleiben! Da hilft dann kein Schönspielen, was zählt, ist die Führung-dann sind die meisten Gegner psychisch geschlagen und können abgeschossenwerden. Warum St.Pauli immer wieder in Rückstand gerät- ich weiß es nicht.

Ganz gewiss liegt das nicht am Torwart. Mir ist wirklich nicht klar, wie manbeim Stand von 1:1 bei jeder Aktion, wo der Torwart auch nur in Ballnähe kommt,irgendwas von „Weber nach Tirol, Weber nach Tirol“ schreien kann.Wirklich sehr motivierend, zum einen von der kompletten Abwehr alleingelassen zuwerden, die leichtfertig die sicheren Bälle verliert, und zum anderen von derTribüne zu hören, dass man sich doch bitte wieder nach Tirol verpissen möge.

Torwart Weber- schuld an den Gegentoren?Sicher-Weber macht gewiss Fehler, und dem seine Ausflüge außerhalb des Strafraumslassen auch mir das Herz in die Hose flutschen. Was mir jedoch entscheidendererscheint, ist folgendes: Wieso muss Weber eigentlich so oft aus dem Torstürmen? Doch nur, weil das Mittelfeld und die Abwehr leichtfertig Bälleverliert und der Gegner mit Überzahl alleine aufs Tor zustürmen kann. Was sollein Torwart da machen? Nicht jeder Torwart mag, wie damals Thomforde, einfachauf der Linie stehen bleiben… und wenn ich daran denke, wie oft mir das Herzin die Hose gerutscht ist, als Thomforde und auch Wehlmann damals zu uns kamen-da fiel man doch regelmäßig in Ohnmacht, wenn da ein hoher Ball auf denStrafraum zuflog! Wenn ich nur an die heutigen Fehler von Patschinski denke…

St.Pauli hat kein Torwartproblem. Das Problem sind die Spieler vor demTorwart. Wer was anderes meint, möge sich selbst mal bei einem Spiel ins Torstellen, dann weiß er, wie toll es ist, wenn drei gegnerische Spieler auf einenzustürmen, und hechelnd ein eigener Abwehrspieler, der den Ball vorhervertändelt hat, hinterher hechelt…


1:0 Elfmeter durch Hui nach Foul von Truller an Müller (27.), 1:1 direkter Gegenzug durch Rath (28.), 1:2 Hui per Kopf (44.), 2:2 Lotter per direktem Freistoß von links (61.), 2:3 Hui nach Konter (83.), 3:3 Lotter nach Flanke von Baris (90.) 15.793Zuschauer

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