Boykottaufruf diverser Fangruppen gegen das Lehmitz (Reeperbahn 22)

11. April 2003 | Von | Kategorie: Aktionen

Rassismus auf St. Pauli
Dies ist ein Augenzeugenbericht, so veröffentlicht am 10.04.2003 im Fanforum des FC St. Pauli:

„…Gestern Abend (Mittwoch, der 09.04.2003) ist etwas ganz mieses passiert und es ist wichtig, dass es ALLE wissen. Wir wollten nach der Sponsorenparty im „Herzblut“ noch mit Heinz Müller und Babacar N’Diaye ins „Lehmitz“ (Reeperbahn 22) gehen um einen Orangensaft zu trinken, waren alle am Tresen und auf einmal fehlt Baba … der Türsteher hatte ihn nicht reingelassen. Auf meine Frage warum, hat er gesagt: „Ich habe Anweisung keine Afrikaner reinzulassen“
Wir haben protestiert und wollten sofort woanders hingehen, aber für Baba war der Abend gelaufen …“

Auf Grund des oben beschriebenen Vorfalls möchten wir alle Fans und Freunde des FC St. Pauli zum Boykott des „Lehmitz“ aufrufen.

Hier geht es nicht darum, dass einer unserer Spieler abgewiesen wurde, sondern um Alltagsrassismus der übelsten Sorte, der offensichtlich von der Geschäftsleitung der „Gast“stätte ausgeht.

Zwar hängt ein großes St. Pauli-Emblem in diesem Laden, als Kneipe für Fans des FC und BewohnerInnen dieses Stadtteils hat sich dieser Schuppen allerdings angesichts des dort gelebten und durch obigen Vorfall bekannt gewordenen Rassismus mehr als disqualifiziert.

7 Kommentare
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  1. Der Vorfall ist widerlich, keine Frage. Und durch nichts zu entschuldigen.

    Dass es aber soweit kommen konnte, liegt an der agressiven Drogenpolitik von Schwarz-Schill. Hätten die nicht das Lehmitz auf den Kopf gestellt und dicht gemacht, wegen ein wenig Gras, wäre diese Überrekation nie passiert.

    Dass sie passiert ist, beweist, dass sich der Schill´sche Generalverdacht gegen alles, was irgendwie anders ist, immer mehr breit macht.

  2. Es ist richtig und wichtig, gegen jede Form von Alltagsrassismus vorzugehen.
    Die Reaktione, auf diesen schockierenden Zwischenfall
    aufmerksam zu machen, war beispielhaft – jedoch: muß diese Kneipe,
    deren Stammkundschaft fast ausschließlich aus St.Pauli-Fans besteht, gleich boykotiert werden mit der Begründung, der rassismus ginge von ‚der Geschäftsleitung aus? Wer sich mit Jörg, dem Besitzer des Lehmitz,
    unterhält, muss zugeben, dass der Vorwurf, der Rassismus gehe „offensichtlich von
    der Geschäftsleitung“ (so auf Flugblättern) aus, unhaltbar ist. Das Lehmitz ist
    kein Ort des Rassismus – eher das Gegenteil! Warum einen Ort angreifen, der
    – jeder, der das Lehmitz kennt, wird mir zustimmen – durch einen Zwischenfall
    erschüttert wurde, der von einer Einzelperson verübt wurde, deren Aussage
    jedoch weder durch die ‚Geschäftsleitung’ noch durch die anwesenden Gäste
    bestätigt worden wäre? Schön wäre es, diese Aktion auf Gaststätten zu übertragen,
    die der Vermutung, als ‚Institution’ rassistisch zu sein, in einem viel
    größeren Maße genügen, als die pure Pauli-Kneipe Lehmitz.
    Freggle

  3. hallöle, ich als waschechter hamburger kann diesen vorfall nicht hinnehmen & obwohl ich gerne gast im betreffenden lokal war-wegen der hübschen frauen dort-suche ich jetzt nach anderen altenativen & rufe alle SANKTPAULIANER- die so denken wie ein SANKTPAULIANER denken sollte- dazu auf diese kaschemme zu meiden. you’ll never walk akone

  4. Tja, schön ist das sicherlich nicht gewesen, aber wer mitbekommen hat was vorher im Lehmitz abgegangen ist, kann das vielleicht verstehen, muss es jedoch nicht.
    Wie von meinem Vorschreiber schon angemerkt, fand kurz vor dem Vorfall eine Razzia im Lehmitz statt. Es wurden auch tatsächlich Drogen gefunden, die fälschlicherweise, im Mopo Bericht, Mütze zugeschoben wurden, waren aber nicht seine !
    Und in der Flipperecke wurde auch desöfteren gedealt, was damals nicht sehr auffiel, wie im Lehmitz noch was los war. (Ja, man merkt das der Laden boykottiert wird.) Und so schwer es mir auch gefallen ist, das jetzt zu schreiben: Es waren leider immer Schwarze die dort gedealt haben, kann man nix machen. NEIN, ich bin kein Rassist !!! (Traurig, das man das immer schreiben muss)
    Hinzu kam dann noch das der Rausschmeisser neu war und seinen ersten Abend im Lehmitz hatte und aus diesem Grund etwas nervös reagiert hatte…

    Tja, alles in allem liegt dieser Vorfall nun fast 4 Monate zurück, alles in allem ist durch Missverständnisse viel Staub aufgewirbelt worden der keinem geholfen hat. Der aufpeitschende in der Mopo Bericht hat alles erst ins Rollen gebracht der einem eigentlich netten Laden recht stark geschadet…

  5. Meine Güte…wie kann man nur so engstirnig sein….
    dieser boykottaufruf is echt das peinlichste ever.
    Wer sich diesem Mist anschliesst, ohne wirklich die Hintergründe zu kennen und mal darüber nachzudenken, sollte dann wenigstens das Maul so weit aufreissen.
    Das ein Geschäftsführer, der versucht seinen Laden zu halten Anordnungen erteilt, die dann von neuen Mitarbeitern missverstanden werden und somit zu so einer affigen Schaumschlägeraktion führen kann ja niemand ahnen.
    Also ich SCHEISS auf euren boykott, denn mit so einer Aktion zeigt ihr, dass ihr genauso intolerant seid, wie die die ihr kritisiert!!!!
    Also zeigt mal, dass ihr nen Arsch in der Hose habt und Euch von nem verblödetetn MOPO-Bericht nich unterkriegen lasst!
    Keep on Rockin
    Noodlz

  6. Wenn das Lehmitz wg. Drogen geschlossen wurde,müsste man sämtliche Lokale in Germany schliessen. Und den Bundestag ebenso.

  7. LOL. Als wenn sich die Unterzeichner nun ausgerechnet von der Mopo ihr Handeln vorschreiben lassen würden… grade von der Mopo…

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