Rechtsstreit mit Architekten ausgesetzt – das Stadionprojekt wird weiter verfolg

29. Januar 2003 | Von | Kategorie: Offizielles

Frank Fechner wird als Verwaltungsleiter und Koordinator für den Stadionneubau beschäftigt
Auf Initiative des Präsidenten Corny Littmann ist der Rechtsstreit zwischen dem FC St. Pauli und der renommierten Hamburger Architektengruppe KHD Czerner vorerst ausgesetzt worden.

In dem anhängigen Verfahren, initiiert vom alten Präsidium in Vereinsvertretung durch den Vizepräsidenten Christian Pothe, drohte dem Verein zeitnah ein Urteilsspruch, der die 100%ige Tochter des FC St. Pauli, die FC St. Pauli Stadionbetriebsgesellschaft mbH, zur Zahlung von offenen Honorarforderungen von bis zu 272.000 Euro hätte verpflichten können.

Nach einem Treffen mit den Architekten Alexandra Czerner und Martin Reichardt, wurden die Anwälte beider Parteien – auf Seiten des FC St. Pauli durch Präsidiumsbeschluss vom 10.01.2003 – angewiesen, die anstehende Verhandlung am 16.01.2003 nicht stattfinden zu lassen und das Verfahren bis auf Widerruf auszusetzen. Dies ist erfolgt.

Ein Urteilsspruch hätte dem FC St. Pauli nicht nur immense materielle Probleme bereiten können, er hätte auch immateriell großen Schaden anrichten können. Das 75 Jahre alte Büro KHD Czerner gehört zu den renommiertesten Architekturbüros in Hamburg.

Frau Czerner und ihre Kollegen haben dem Präsidenten ihre Pläne für die Stadionvorplatzbebauung erläutert. Die dargestellte Lösung wäre für den Stadtteil St. Pauli und den Verein überaus attraktiv und originell. Diese Ansicht teilt auch der Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg Jörn Walter.

Frau Czerner und Corny Littmann sind zudem vom Ersten Bürgermeister Ole von Beust gebeten worden, als „Botschafter der wachsenden Stadt“ gemeinsam mit anderen Prominenten für die Stadt Hamburg zu werben. Beide folgen diesem Wunsch gerne und werden ihre „Botschafter-Tätigkeit“ auch dazu nutzen, bei den Entscheidungsträgern in- und außerhalb Hamburgs für das St. Pauli-Projekt zu werben.

In den nächsten Wochen gilt es nun, die Pläne auf ihre Realisierbarkeit, insbesondere ihre Finanzierbarkeit, zu überprüfen. Eine Realisierung der Stadionvorplatzbebauung ist für den Verein nur vorstellbar im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Stadions. Die Vorentwurfsplanungen für den Stadionneubau sind bereits abgeschlossen. Weitere Gespräche mit den Planungsbeteiligten werden zeitnah stattfinden.

Das Präsidium des FC St. Pauli hat in seiner Sitzung am 10.01.2003 entschieden, den Projektentwickler Markus Linzmair von seinen – ohnehin ehrenamtlichen – Aufgaben zu entbinden.

Weiterhin hat das Präsidium des FC St. Pauli entschieden, Herrn Frank Fechner ab sofort als Verwaltungsleiter, zumindest bis zum 30.06.2003, in der Geschäftsstelle des FC St. Pauli zu beschäftigen. Sein Aufgabenbereich umfasst zudem wieder die Funktion des Koordinators für den Stadionneubau.

Hamburg, den 28. Januar 2003
FC St. Pauli
Pressestelle

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