Warum bei Ultra´ Sankt Pauli mitmachen?

25. August 2005 | Von | Kategorie: Kolumne

Ja, warum bin ich eigentlich bei Ultra´ Sankt Pauli? Da muß ich ein kleines bischen weiter ausholen, denn der entscheidende Grund dafür hat eine etwas längere Vorgeschichte, welche zudem einige Jahre in der Vergangenheit liegt, und eigentlich viel mehr mit den Passanten, Block 1 und der Art des von mir präferierten Supports zu tun hat, als mit USP selbst.
Zunächst einmal, warum ich diesen Text hier schreibe: Einige fragten mich zu Beginn meiner Mitgliedschaft bei USP, wie es dazu käme, daß ich mich USP anschließen wolle – zumahl ich der Gruppierung zuvor eher reserviert bis kritisch gegenüberstand.

Angefangen hat alles in der Saisonvorbereitung 2003/04 – in der ich voller Vorfreude von den Gegengeradenstehplätzen in den Block 1 wechselte, weil mir dort die Möglichkeiten, den Verein zu unterstützen, als optimaler erschienen wie als „Einzelkämpfer“ auf der Gegengeraden, zumahl dort Teile der Passanten standen, zu denen ich mich schon rein aus Altersgründen eher als zu USP hingezogen fühlte. Ganz nebenbei gefiel mir auch deren Art, den Verein zu supporten besser – bei USP hatte ich zum damaligen Zeitpunkt den Eindruck, sie würden sich eher selbst anstelle des Vereins supporten (Aufdruck auf Flaggen etc. nicht „FC St.Pauli“, sondern „Ultrá Sankt Pauli“).

Beim ersten Spiel in Block 1 stellte ich mich sodenn auch bewusst in deren Nähe, zum einen, weil ich aus Block 1 sonst kaum jemand kannte, zum anderen eben aber auch, um mit ihnen gemeinsam zu supporten, weil ich halt annahm, dass bei denen der Support noch am besten mitmachbar sei.
Die ersten Spiele über war es dort auch so, dass es Spaß machte, gemeinsam mit anderen das Team nach vorne zu schreien – aber von Spiel zu Spiel stellte ich dann fest, daß die Zahl derer in Block 1, die sich an der aktiven Unterstützung beteiligten, immer kleiner wurde – und schließlich reifte in mir der Entschluß, dass die Menge an Unterstützung, die dort dem Team gegeben wird, nicht mehr mit dem übereinstimmt, das ich zu geben bereit war – unter der Voraussetzung, daß man nicht auffällt- denn sowas mag ich nachwievor nicht (das war noch einer der Gründe, warum ich einst von der Gegengerade in den „stärker supportenden“ Block 1 wechselte).

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