Laut gegen Nazis: Lesung mit Pliquett und Schultz

3. November 2006 | Von | Kategorie: Offizielles, Politik, Termine

Am 06. November veranstaltet das Projekt „Laut gegen Nazis“ eine Lesung im Side Hotel Hamburg. Benedikt Pliquett und Timo Schultz werden gemeinsam mit Bettina Tietjen (NDR) und Uwe Storjohann (Zeitzeuge und Autor des Buches Hauptsache überleben) Texte und Gedichte von Joachim Ringelnatz, Anna Seghers, Werner Fink und Nelly Sachs vortragen. Diese Lesung ist kein trockener Geschichtsunterricht, sondern bringt das Erlebte von Personen nahe und spiegelt die Stimmung einer Zeit wieder, die erst vor 61 Jahren ihr Ende fand.
In Hinsicht auf die steigenden Zahlen im heutigen Rechtsradikalismus, ist eine Beschäftigung mit der Ideologie der Nazis aus der Sichtweise von Zeitzeugen unabdingbar, um zu begreifen, dass es notwendig ist neue Tendenzen im Ansatz zu verhindern. Mit der Teilnahme der Spieler des FC St. Pauli wird auch ein Zeichen in Richtung Fußball allgemein gesetzt. In den letzten Tagen und Wochen nahmen die Presseberichte bezüglich fremdenfeindlicher Aktionen in den Stadien zu.

Niemand darf hinnehmen, dass Spieler und Schiedsrichter von unbelehrbaren Menschen in den Fankurven rassistisch bepöbelt werden und Spieler mit einer anderen Hautfarbe rassistischen Angriffen ausgesetzt sind. Timo Schultz: Wir Spieler haben die Aktion ‚Laut gegen Nazis‘ ja bereits beim DFB-Pokal Halbfinalspiel gegen den FC Bayern München unterstützt. Es sollte eine Selbstverständlichkeit für jeden Fußballer und jeden Fan sein, sich lautstark gegen Rassisten zu wehren.

Laut gegen Nazis-Lesung
Side Hotel Hamburg
Am 06. November 2006, Einlass: 19.00 Uhr/ Beginn 20.00 Uhr
Vvk 10,- €/Ak 12,- €
(Drehbahn 49, Hamburg)


Und ich bleibe dabei – es reicht nicht „laut“ eine Lesung zu machen, um gegen Nazis aufzubegehren, und solange der Verein gleichzeitig Stadionverbote verhängt, wenn man sich gegen Nazis auflehnt, solange hat dieser Verein eine Doppelmoral. Mit Nazis ist kein diskutieren möglich und Lesungen verändern an ihrer Existenz nichts.

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