Bericht von der gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Aufsichtsrat und Präsidium vom 19.03.07

21. März 2007 | Von | Kategorie: Kolumne

Wann wirds mal wieder richtig Sommer…?

Vorabbemerkungen

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Und nehmt euch genügend Zeit. Die Verhandlung ging auch über einen halben Arbeitstag…
Die ersten paar Minuten dieser gut vierstündigen Verhandlung (plus anschließender einstündiger Verhandlungspause vor der Urteilsverkündung, bei der ich nicht mehr anwesend war) kann ich nicht vollständig wiedergeben, da das Papier seine Bringschuld leider nicht vollbrachte und die Tinte des Kugelschreibers von diesem nicht hervor zu holen war – und aus dem Gedächtnis traue ich mir eine genaue Rekonstruktion nach diesem Verhandlungsmarathon nicht mehr zu. Im Gegensatz zu anderen Schreiberlingen werde ich auch jeweils auch direkt meine Sichtweisen einbringen, und diese nicht ausschließlich ans Ende stellen- so gesehen ist es also kein Protokoll, sondern tatsächlich ein Bericht. Während der Versammlung gab es mehrere Unterbrechungen, in welchen sich der Aufsichtsrat zur Beratung zurückzog. Ich werde in diesem Bericht lediglich eine dieser Unterbrechungen schildern, welche jedoch exemplarisch für die übrigen steht, die sich hiervon nicht nennenswert unterschieden. Ferner verwende ich zumeist die indirekte Rede, wo wörtlich zitiert wird, werden entsprechend dann Anführungszeichen verwendet. Ich übernehme keine Gewähr dafür, alles richtig wiederzugeben, werde aber möglichst genau meine Eindrücke schildern.

Los ging es eine halbe Stunde vor Beginn damit, dass man sich leicht geiermäßig um die verhältnismäßig wenigen freien Plätze kümmern musste, hierfür galt es sich entsprechende „Platznummernn“ bei einer Helferin zu erbetteln – ein Gericht ist halt doch nicht geeignet, um Streitigkeiten innerhalb eines Vereins mit „Millionen von Anhängernn“ zu führen, da kann schonmal ein „Ausverkauftt“- Schild aufgestellt werden, wenn man zu spät zur „Vorstellungg“ kommt…
Nachdem ich also einer der etwa 50 erfolgreichen war, welche eine Platzkarte ergatterten, hieß es, sich noch ein wenig bis zur Öffnung des Saals zu gedulden, der dann auch tatsächlich randvoll gefüllt war – Versammlungsstättenverordnung und Feuerschutzbestimmungen, viel zu enge Türen und so? Egal, Nebensache, ich war dabei, bei diesem „alles entscheidendem Showdownn“ zwischen dem Verein und dem Verein, den Eitelkeiten und Selbstdarstellern oder ganz schlicht dem Aufsichtsrat und dem Präsidium.

Im Vorfeld der Verhandlung noch kurz abgecheckt, neben wem ich denn da saß und die nächste halbe Stunde verbringen werde- so dachte ich jedenfalls zu dem Zeitpunkt noch. Dabei fortan das uninformierte Vereinsmitglied gespielt, und dann im weiteren Gespräch festgestellt, dass der, der da neben mir saß zwar fleißig und beständig davon redete, dass der komplette Aufsichtsrat aus dem Verein ausgeschlossen gehören würde, aber andererseits nicht wusste, was denn der Blickpunkt sei, wo man den denn kaufen könne. Naja, abgehakt und innerlich gegrinst, war wohl jemand aus dem Forum, der zwar im genauen Gegensatz zu mir fürchterlich informiert tat, aber leider nicht wusste, dass das Gericht niemanden aus dem Verein schmeißen würde, auch heute nicht, selbst dann nicht, wenn dieser Aufsichtsrat heute Recht bekommen sollte, würde deswegen niemand aus dem Verein ausgeschlossen werden, so’n Mist aber auch- zumindest der Punkt war mir bekannt, sei es drum.

Äh, wo war ich, nunja, wie gesagt, bei der Bestandsaufnahme, hinter mir saßen auch nochmal solche Kandidaten, aber nun gut, waren halt auch nicht nur Vereinsmitglieder, sondern eben die Öffentlichkeit zugelassen, und die muss nun beileibe die Satzung nicht kennen, wenn das denn nicht einmal der gewählte Präsident muss – aber fleissig mitdiskutieren und schonmal vorab das Gerichtsurteil fällen ((„Hängt sie, hängt sie!!“), das kann man natürlich dennoch (ganz toll) tun.

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