Wenns im Clubheim mal wieder emotionaler zugeht…

19. Oktober 2007 | Von | Kategorie: Berichte

…wie im Stadion, dann ist das die Zeit, in der das Stadion mal wieder ausverkauft ist, man von dem gerade stattfindenden Spiel außerhalb des Stadions jedoch nichts bemerkt- wenn da nicht der gelegentlich zu hörende Pfiff des Schiedsrichters oder das deutlich wahrnehmbare Geräusch des getretenen Balles wäre.
15.300 Zuschauer im Stadion, die emotionale Geräuschentwicklungen wie in der Bezirksliga vor 30 Zuschauern zustandebringen ist nicht mehr das, was ich als Spaß beim Besuch eines Heimspieles empfinde. Entsprechend verliess ich dann ziemlich gefrustet in der 70. Minute den emotionslosen Ort und begab mich zu einem Ort, bei dem die Leute dem Spielverlauf noch mitfiebern- und wo prozentual gesehen von mehr Leuten Anfeuerungsrufe oder auch nur sonstige Emotionen wahrnehmbar sind wie im Stadion, wo man sich als emotionalisierter Fußballfan dann halt letztlich nur noch über die Mitfans aufregt und sich fragt, was die eigentlich in ein Stadion treibt. Mich treiben sie mit ihrer emotionslosen herumsteherei nurmehr ins Clubheim, wo sich meine Miene dann doch wieder deutlich aufhellte.
Wenn man bloß noch die Leute aus dem Clubheim ins Stadion und einiger der dort herumstehenden dafür ersatzweise ins Clubheim verfrachten würde, würde man nicht mehr das Gefühl haben, sich inmitten eines Arena – Werbefilmchens wiederzufinden, bei dem vor dem Fernseher die Stimmung besser wie im Stadion ist…

Mal zum direkten Vergleich – ~60 Sekunden vom Gegengeradengang, etwa 75. Spielminute und kurz darauf dann 60 Sekunden aus dem Clubheim- und natürlich ist es im Clubheim eine bierseelige Athmosphäre, aber wenn die Leute da dann wenigstens emotional mitgehen und nicht bloß dumm auf den Traversen herumglucken…

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