Aufsichtsrat bittet Präsidium um erneute Kandidatur

14. September 2017 | Von | Kategorie: Verträge

Der FC St. Pauli steht in den nächsten Jahren vor weitreichenden, strategischen Entscheidungen, die sich aus den aktuellen Entwicklungen im Profifußball und der Wettbewerbsfähigkeit des Clubs ergeben.
Als wichtiges Signal zur Sicherung von Stabilität, finanzieller Solidität und strategischer Kontinuität, hat das Kontrollgremium des FC St. Pauli das Präsidium gebeten, zur diesjährigen Mitgliederversammlung zurückzutreten, um bei der Mitgliederversammlung für weitere vier Jahre zu kandidieren.

Kurzer Einschub: Die Amtsperiode des Präsidenten geht über 4 Jahre. Da Oke im November 2014 gewählt wurde, wären die regulären Neuwahlen erst im November 2018 gewesen. Durch den Rücktritt wird dann schon dieses Jahr für weitere 4 Jahre gewählt.
Und viel entscheidender: Da beim FCSP der Aufsichtsrat das Präsidium der Mitgliederversammlung zur Wahl vorschlägt, ist es sinnvoll Präsidium und Aufsichtsrat nicht auf einer Mitgliederversammlung zu wählen.
Durch den Rücktritt in diesem Jahr und die Neuwahl, kann dann 2018 ein neuer Aufsichtsrat gewählt werden, der als Gremium zusammenwachsen kann und dann in 2021 einen Präsidenten oder eine Präsidentin nebst StellvertreterInnen mit gutem Gewissen und eingearbeitet in die Aufgaben eines FCSP Aufsichtsrats der Mitgliederversammlung zur Wahl vorschlagen kann.

Jahreshauptversammlung FC St. Pauli, CCH

Abstimmung auf der JHV

In gemeinsamen Gesprächen beider Gremien stimmte das Präsidium dem Vorschlag des Aufsichtsrates zu, so dass Oke Göttlich als Präsident mit seinen vier Vizepräsidenten zum 22. November 2017 zurücktreten wird, um bei der Mitgliederversammlung am 23. November 2017 erneut anzutreten.

Dabei haben die Vizepräsidenten Thomas Happe und Reinher Karl bedauerlicherweise entschieden, für eine erneute Amtsperiode von vier Jahren nicht zur Verfügung zu stehen. „Diese Entscheidung ist uns alles andere als leicht gefallen. Der FC St. Pauli, seine Mitarbeiter, Mitglieder, Fans, Sporttreibenden und Sympathisanten waren, sind und bleiben für uns eine Herzensangelegenheit. Allerdings ist die zeitliche Beanspruchung durch das Ehrenamt beim FC St. Pauli sehr herausfordernd. So war es schon in der Vergangenheit schwierig, Ehrenamt, Beruf und Privatleben unter einen Hut zu bekommen und allen gerecht zu werden. Wir begrüßen den Vorschlag des Aufsichtsrates sehr und unterstützen den Wunsch sowie das Streben nach Kontinuität in einem herausfordernden Umfeld vollumfänglich. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, unsere Aufgaben zu übergeben“, erklärten die ausscheidenden Vizepräsidenten.

Präsident Oke Göttlich bedauert den Schritt des Duos und lobt den gezeigten Einsatz der beiden Vizepräsidenten. „Thomas Happe und Reinher Karl gebührt ein riesiger Dank für die bisher geleistete, ehrenamtliche Arbeit. Tom hat den Dialog mit dem Amateurvorstand, den Abteilungen und den Mitgliedern hervorragend gehalten und den Bereich Finanzen weiterentwickelt und im gewollten Sinne der wirtschaftlichen Vernunft weitergeführt. Gleiches gilt für Reinher, der insbesondere in rechtlichen Fragen wichtige Weichenstellungen für den Club vorgenommen hat. Beide werden auch zukünftig bei einigen Themen wichtige Berater für uns bleiben.“

Oke Göttlich, der den Rücktritt schriftlich beim Aufsichtsrat eingereicht hat, wird nun dem Aufsichtsrat zwei NachfolgekandidatInnen bis sechs Wochen vor der Mitgliederversammlung vorstellen und mit seinem veränderten Team am 23. November 2017 für vier weitere Jahre kandidieren.

Schreibe einen Kommentar