Opus – Live Is Life

…gerade gehört… Und dabei dann festgestellt, dass das aus dem Jahr stammen muss, in dem ich das erste Mal bewusst Musik wahrgenommen habe – denn ich erinnerte mich sofort daran, was ich beim hören dieses Liedes, welches ich schön aus der NDR2 – Radiohitparade auf Kassette mitgeschnitten hatte (und wiedermal hatte der Moderator ins Ende des Stückes hineingesabbelt) so tat.
Jetzt bin ich auf der Suche nach Chartsongs aus dem gleichen Jahr (1885?), damit ich wieder zum Kind werden kann.

Leave a comment

1 Comments.

  1. Und dann schrieb jemand woanders…:

    Zeichen, dass Du zu meiner Generation gehörst…

    Dein Plattenspieler war Dein Heiligtum. Du errinnerst dich an Suzie Quatro, eine der ersten Rockerinnen, die in schwarzem Leder auf der Bühne wild rumsprang. Alle Rockbands in Deiner Nachbarschaft hatten Songs von von AC/DC im Repertoire. Und der Sänger von AC/DC hieß Bon Scott. In der Bravo gab es noch übersichtliche Hitcharts und einmal die Woche wurde zwischen den Fans in der Schule gefiebert ob die Sweet, David Cassidiy, oder Suzie Quatro Nummer eins der Charts sind.

    Kurz nach „Rappers Delight“ bist Du in ein Hochzeitsmoden-Geschäft weil das der einzige Platz war, wo Du die weissen Handschuhe bekommen hast um mit Mr. Robot oder der Rock Steady Crew einen zu breaken. Du wunderst Dich, was aus dem guten Geschmack junger Leute geworden ist, kannst angesichts der heutigen Charts die Welt nicht mehr verstehen und sehnst Dich nach Bands wie Tears for Fears, A-ha, Billy Idol, Queen, INXS, Simple Minds und David Bowie.

    Du hast Sunkist noch aus unpraktischen Pyramiden genossen. Du kennst noch Treets-Schokoklicker, Ahoi Brause und den Zauberriegel Caramac. Du hattest täglich Jolly, Berry (billig), Grünofant, Cola Pop oder Brauner Bär auf dem Speiseplan. Du weißt, dass Coca Cola besser geschmeckt hat, bevor das Rezept geändert wurde. Snickers war in rotem Papier eingepackt. Twix gab’s gar nicht und wurde dann irgendwann als Raider eingeführt. Der Bazooka-Joe-Kaugummi mit Aufklebetattoos war zu deiner Jugendzeit Pflicht.

    Du kennst noch die bunten Blümchenaufkleber auf den Geschirrspülerflaschen von PRIL.

    Du hast dir „Urmel aus dem Eis“, „Robby Tobie und das Fliwatüt“ und „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von der Augsburger Puppenkiste angesehen. Du kennst Plumpaquatsch und Hanni van Heiden und Du hast keine Folge „M wie Meikel“ mit Meikel Katzengreis verpasst.

    Töööööölke!

    Du erinnerst Dich an düstere englische Fernsehserien in komischen Farben wie Die Onedin-Linie oder Das Haus am Eaton Place . Du weißt, wer J.R. erschossen hat. Du konntest den Fernsehrebellen Thomas Gottschalk noch ertragen als er im Dritten „Telespiele“ moderierte (Ping Pong präsentiert im bunten Pulli und Adidas Allround von einem Langhaarigen). Du kennst Peter Illmann aus dem Fernsehen.

    In Amerika war alles anders. Angeblich konnte man dort schon morgens fernsehen, und die Sendungen wurden alle paar Minuten für Reklame unterbrochen. Unglaublich!

    Licht aus, Spot an!

    Ein vorherrschendes Muster auf Deinen Kinderfotos ist kariert. Du weisst, was Dir blüht, wenn Tweedhosen ohne Innenfutter nass werden. Im Winter schützte eine Pudelmütze Deinen Kopf. Du hattest mal ein paar regenbogenfarbener Hosenträger – wie die von Mork.

    Die Haare waren lang; zumindest waren die Ohren bedeckt. Jeanshosen mussten eng sitzen und wurden vor dem Ausgehen mit einem Wäschesprenkler angefeuchtet. Wer IN war, trug einen Parka und ließ sich den Reißverschluß der Levi’s von der Oma durch 3 Knöpfe ersetzen – und die Oma hat’s einfach nicht verstanden. Das Zeichen, dass man ein Mann war, war ein Oberlippenbart.

    Im Sommer liefen immer Leute mit einem roten Che-Guevara T-Shirt rum und im Winter mit einem rot/weißen oder schwarz/weißen Palestinänser-Schal zum Parka (mit abgetrennen Ärmelabzeichen). Wenn Du heute Plateauschuhe und Schlaghosen siehst, kommt Dir das nicht unbedingt sehr modern vor.

    Du erinnerst Dich, dass Musik, die als alternativ bezeichnet wird, tatsächlich mal alternativ war. Wenn Du im Autoradio endlich einen Sender mit vernünftiger Musik erwischst, wird der Song vor dem Solo ausgeblendet und Du hörst das Jingle eines Oldie-Senders. Du kannst jedes Lied von The Wall mitsingen. Bei Deinem ersten Kuss lief Supertramp.

    Dein Onkel fuhr einen Ford Taunus. Dein Vater schwärmte für den Opel Kapitän. Staus auf Autobahnen gab’s nicht täglich, sondern nur zur Ferienzeit. Airbags? Der Sicherheitsgurt wurde eingeführt und musste per Hand gestrafft werden. Kopfstützen waren Luxus und alle Autos waren himmelblau, okker oder grau. Ausnahmen gab’s nur für Käfer und VW-Busse. In dem mit Blümchen und Wölkchen bemalten VW Käfer durftest Du nur hinten mitfahren, VW-Busse waren grundsätzlich psychedelisch-bunt im Drogenwahn angemalt. Du hast schon mal – wenn auch nur zum Spaß – eine Ente angekurbelt.

    Du erschreckst Dich in letzter Zeit damit, dass Du Wörter wie damals oder *früher* benutzt. Du hast Dich kürzlich Als ich so alt war wie Du… sagen hören.

    Du hattest mit Deinen Freunden die Riesen-Wiedersehens-Fete zum Jahrtausendwechsel geplant und 1999 von Prince sollte Eure Hymne werden.

    Du hast die erste Mondlandung live im Fersehen gesehen und weißt wer Buzz Aldrin war.

    Du wolltest TRON im Kino sehen, weil Du gehört hattest, dass kein Film jemals fortgeschrittenere Spezialeffekte haben könnte.

    Man erzählte Dir, daß die Amis ganz lieb und die Russen ganz böse seien. Du erinnerst Dich an Bundestagswahlkämpfe ohne Helmut Kohl und weißt, wer vor ihm Kanzler war und wer „Hoch auf dem gelben Wagen“ gesungen hat. Du kennst Rudi Dutschke und Baader-Meinhof. Wenn du „Strauß“ hörst denkst du nicht an Walzer, Blumen oder Vögel sondern an den „König“ von Bayern. Du weißt was ein Lenor-Gewissen ist.

    Du warst stolzer Besitzer einer große Sammlung von Cola-Knibbelbildern. Du hattest ein Panini-Fussball-WM-Sammelalbum. Du hast mit drei Freunden 5 Mark zusammengekratzt und dann ging’s an den Flipper. Der letzte Ball im letzten Spiel wurde immer zu zweit gespielt. Deine kleine Schwester hat Sarah-Kaye-Kram gesammelt.

    Dein erster Fernseher hatte sieben Programmtasten, von denen nur drei belegt waren, und der erste Videorekorder in Deiner Familie hatte eine Kabelfernbedienung. Der Videorecorder kostete DM 2999,95, war riesig und kaum zu heben, der Schacht für die Kassette fuhr aus der Oberseite raus und obwohl seine Technik viel besser war als VHS gab es schon zwei Jahre später keine Kassetten mehr dafür.

    Yps! (mit Gimmick) und PEZ-Automaten.

    Dir kam nichts komisch daran vor, dass Ernie und Bert eine Wohnung teilen. (Wieso bitte ist Elmo auf deutsch Elma? Soll Grobie nicht auch ’nen männlichen Freund haben dürfen?)

    Als man Dich zum ersten Mal Zigaretten holen geschickt hat, bist Du mit zwei Mark losgezogen und im Päckchen waren noch zwei Groschen drin – und die haben gereicht, um in einer gelben Telefonzelle mit einem schwarzen Wählscheibenautomat fast eine Viertelstunde lang zu telefonieren.

    Bonanzarad!

    Software kaufte man in Form von Zeitschriften: als Listings (oft mit Druckfehlern drin). Softwaretausch lief auf dem Postweg auf 5,25″ Disketten adressiert mit vierstelliger Postleitzahl. Zur Datenfernübertragung drückte man den Telefonhörer in den Akkustikkoppler und los gings mit 300 Baud (~30cps).

    Du hast Narben an den Knien – wegen Klappfahrrädern, die auch während der Fahrt klappen können. Das Mofa* war eine Kreidler Florett; Helmpflicht gab es nicht. Wer keine Flory hatte, hatte wenigstens eine Hercules M5. M4 war für Mädchen.

    Rollschuhe hatten „Roller“ vor dem Skate statt „Inline“.

    Man sagte noch, die Arbeit sei dafür da um zu leben, und nicht umgekehrt. Als Du in der Schule warst, ging das längst widerlegte Gerücht um, mit einem guten Abi und anschließendem Studium ließe sich ABSOLUT ALLES erreichen.

    Kaum ein Mensch redete über Geld, das Internet war nicht einmal Science-fiction, und Captain Kirk noch Kommandant der Enterprise.

    Im Radio wurde mehr Sendezeit für Musik und Informationen genutzt als für Werbung, Jingles und Selbstbeweihräucherung.

    Die Atari CX-2600 Spielekonsole war für Dich mal State-of-the-Art. Pong, Space Invaders, Asteroids, Donkey Kong – in dieser Reihenfolge. Und Pacman. Und Break-Out.

    Du hattest keinen Ranzen, sondern einen Scout.

    Du kannst dich an eine Nacht mit einer Mondlandung erinnern (muss nicht die erste gewesen sein).

    Die Blumen auf den Tapeten Deines Zimmers waren groß wie Kinderköpfe. Die Stores im Wohnzimmer waren voller großflächiger Muster in Orange und Braun.

    Der Eiserne, Vision, die Laterne, das Ding und andere Bewohner des Marvel-Universums sind Helden Deiner Kindheit.

    Es gab am Kiosk noch was für 1 Pfennig.

    Drachen konnten noch von jedem Kind selbst gebaut werden, mit Hilfe von Mehlschwitze, Transparentpapier, Packband und Holzleisten (Kosten von weniger als 2.-DM).

    Das Playmobil-Piratenschiff kam Samstag Abend mit in die Badewanne.

    Das Coca-Cola-Jojo war wesentlich cooler als das Fanta-Jojo.

    In den Eingangshallen der Supermärkte standen Spielautomaten (mit Asteroids)

    Nach E.T. kam die grosse BMX-Rad-Welle. Richtige Freaks hatten ein PMX-Rad, weil das ja „die ganz guten“ waren!

    Du fandest es überhaupt nicht befremdlich, dass Spindeldürre Rocker mit Makeup, Lippenstift und gigantischen Mähnen über die Bühne hüpften

    Du kannst ein Programm analysieren ohne den Quellcode zu haben, nur indem du anschaust, was im Speicher steht

    LOAD „$“,8,1

    Du hattest eine Palomino Jeans.

    Du kennst den Nuss Nougat Brotaufstrich „Kaptain Nuss“ noch

    „Sie sind der Meinung das war… SPITZE!!!“

Leave a Reply


[ Ctrl + Enter ]


%d Bloggern gefällt das: