St.Pauli und die Littmannsche Sexkrise auf Kuba: Hamburger Morgenpost stellt St.Pauliberichterstattung komplett ein

Nun, nachdem glaubhaften Berichten zufolge die Nacht- Printausgabe noch drei Artikel zur Littmannschen Kubakrise mit angeblichen Sexabenteuern des St.Paulipräsidenten während des Trainingslagers enthielt, welche auch online auf deren Webauftritt nachlesbar waren, soll die heutige Tag – Printausgabe komplett St.Paulifrei sein (muß ein Segen für hsv – Fans sein…). Soll deswegen, weil ich dieses Machwerk für gewöhnlich nicht zu lesen pflege.
Online sind nun jedenfalls alle Artikel, auch die der letzten Tage, welche sich normalerweise auf www.mopo.de/nachrichten/147.html nachlesen lassen, ebenfalls verschwunden. Die Seite präsentiert sich recht jungfreulich, ausser dem Text „FC St.Pauli – Artikel der letzten Tage“ ist sie komplett leer,, aber nachwievor in dem Webangebot der Morgenpost verlinkt, als sei nichts geschehen. Obs da einen Maulkorb des Präsidenten gab?
Nachdem in den letzten Tagen diverse Gerüchte dazu kursierten, der St.Paulipräsident Littmann habe das vom Sponsor Mobilcom finanzierte Trainingslager auf Kuba auch für das ein oder andere sexuelle Abenteuer genutzt, kochten die wogen im mitlerweile auch offline gegangenen inoffiziellem Fanforum noch höher wie bereits sonst, wenn es um den Präsidenten Littmann geht. Ursprung dieser Wogen waren einige Augenzeugenberichte von ins Trainingslager mitgereister St.Paulifans, welche im Fanzine Übersteiger abgedruckt wurden.

Kurz nachdem durch Forennutzer Andeutungen gemacht wurden, ein ebenfalls vorort gewesene Redakteur einer großen in Hamburg erscheinenden Wochenzeitschrift hätte sich ebenso wie Littmann dort sexuell an deutlich jüngeren Personen vergnügt, gabs von diesem Magazin einen netten Brief der dortigen Rechtsabteilung an die Forenbetreiber, dass sie über weitere derartige Andeutungen, die ihren Redakteur in diese Ecke bewegen würden, nicht sonderlich erquickt sein würden, ging das Fanforum komplett offline – und liess anstelle täglich vieler hundert Artikel nur noch eine Erklärung der Forenadministratoren übrig.
Angesichts dessen, dass nun auch eine Tageszeitung ihre Berichterstattung zum FC St.Pauli eingestellt hat, und die Artikel der letzten Tage, welche Zitate aus dem Forum enthielten, ebenfalls nicht mehr nachlesbar sind, kann man nur munkeln, wie es dazu kam… bzw. genaugenommen ist das eigentlich klar (nur werde ich es jetzt nicht aussprechen…).

Die offizielle Vereinshomepage ist nämlich nachwievor online – schweigt sich zu den Vorwürfen, die an den Präsidenten gemacht werden, jedoch komplett aus. Ebenso sieht es mit dem offiziellen Vereinsforum aus, auch dort ist dieses Thema, was die letzten Tage in sämtlichen Hamburger Printmedien thematisiert wurde mitlerweile(?) kein Thema mehr, was nur dadurch erklärbar scheint, dass entsprechende Artikel unkonventionell durch technische Probleme aus der Datenbank verschwinden, ebenso wie das bei der Mopo mit ihren eigenen Artikeln über den FC St.Pauli der Fall zu sein scheint. 😉 Dementsprechend lustig liest sich nun auch der St.Pauliforenbereich der Morgenpostseite.
Man darf gespannt sein, wie es weiter geht in der Schmierenkomödie rund um Präsident Littmann, Sexaffären auf Kuba und plötzlich verschwindener Berichterstattung zu diesem Thema.


Erklärung der Administration des inoffiziellem Fanforums des FC St.Pauli
Liebe Nutzer,

dieses Forum ist bis auf weiteres, längstens aber für fünf Tage, von uns aus dem Netz genommen worden. Wir reagieren damit auf die Entwicklungen der letzten Tage. Wir möchten Euch jedoch eine kurze Begründung liefern:

Vorab möchten wir betonen, dass wir keinem Druck durch den Verein ausgesetzt worden sind. Auch Corny Littmann persönlich hat in keinster Weise Druck auf die Administratoren dieses Forums ausgeübt. Diese Entscheidung ist auch keine Entscheidung von ,,Littmann-Freunden“ oder von ,,Littmann-Hassern“. Wir persönlich haben – wie zu vielen Themen, die diesen Verein betreffen – ganz unterschiedliche Meinungen, die hier aber nichts zur Sache tun.

Unsere Beweggründe sind andere. Leider nimmt die Hamburger Presselandschaft (und dies schließt Fanzines mit ein) dieses Forum als Zitatenschatz und Recherchemöglichkeit. Dies ist erstmal was sehr ehrenvolles und kann einen mit Freude erfüllen, wir müssen nun aber die Nachteile erkennen.

So sind uns rechtliche Konsequenzen angedroht worden, wenn wir gewisse Beiträge nicht editieren. Wir möchten auf jeden Fall eine rechtliche Auseinandersetzung vermeiden. Da wir nicht garantieren können jeden Beitrag zeitnah genaustens auf seine rechtlichen Konsequenzen zu prüfen, bleibt uns nichts weiteres übrig, als insgesamt eine Pause einzulegen.

Dies gilt umso mehr, als das wir uns hier in der jetzigen Diskussion in einem Bereich befinden, wo es um persönlich/intime Dinge geht, und wo schnell die Grenze zu einer falschen Behauptung überschritten ist.

Dies ist aber nicht der alleinige Grund. Vielmehr gefällt uns nicht die Art, wie Presse und Nutzer mit den Beiträgen in diesem Forum umgehen. Da werden von dritter Seite ausserhalb dieses Forums Andeutungen in die Welt gesetzt, die unklar genug sind, um dafür als Schreibender von dritter Seite nicht belangt zu werden, die aber auch wieder klar genug sind, dass sie von Usern dieses Forums zu Vermutungen und Spekulationen genutzt werden.

Dieser Situation wollen wir nicht Vorschub leisten. Insbesondere finden wir es unfaßbar, wie die Hamburger Presse aus Forenbeiträgen wieder Fakten schaffen will. Um es deutlich zu sagen: Wir wollen kein Ersatz dafür sein, dass man mit den Betroffenen redet und sich seine Fakten über Quellen des realen Lebens absichert. Wer Journalismus betreibt sollte diesen nicht betreiben, indem er Forenbeiträge als Wahrheit verkauft.

Wir sind auch entsetzt über das Verhalten unserer User. Wir haben bisher eine relative Anonymität erlaubt, da wir weder Adressen noch echte Klarnamen bei der Anmeldung verlangt haben. Diese relative Anonymität ist von Nutzern ausgenutzt worden. Wir verlangen von unseren Nutzern jedoch, dass sie nur das in dieses Forum schreiben, was sie auch jedem direkt ins Gesicht sagen würden. Diesen Standard legen wir an, aber leider nicht unsere User.

Wir sehen uns daher zu diesem Schritt gezwungen und appellieren an alle Seiten, diese fünf Tage zu nutzen, um darüber nachzudenken, ob ein Forum für so ein Verhalten da ist.

Für uns ist dieses Forum ein Hobby und soll Spaß machen. Es sollte von niemandem -auch nicht von uns selbst -zu ernst genommen werden. Insbesondere sollte sich die Hamburger Presselandschaft darauf besinnen, dass es kein Ort ist, an dem harte Fakten geschrieben werden, und diese dann zitieren.

Und die User sollten sich besinnen, sich mal selbst zu fragen, ob ihr Nutzungsverhalten in den letzten Tagen richtig war.

Gezeichnet

Norbert Harz, Wolfgang Kayser, Yvi Müllers, Michael Menges

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