Kindergarten = Lärmbelästigung = Schließung

Erneut wird in der sich als liberal bezeichnenden Großstadt Hamburg ein Kindergarten auf Schließung wegen einer imaginären Lärmbelästigung durch einen Anwohner verklagt.
Sagtmal, in was für einer scheiß kinderfeindlichen Gesellschaft leben wir eigentlich, wenn Kindergärten und damit Kinder nur noch als Lärmbelästigung angesehen werden?! Leuten, die gegen einen Kindergarten und für dessen Schließung klagen, weil er ihnen zu laut ist, sollte man die Rente zusammenstreichen, dann wäre denen schlagartig klar, was sie durch ihr asiges Verhalten letztlich bewirken.
Die Tageszeitung DIE WELT dazu:

Die Anwohner in Hamburg-Berne fühlen sich durch den Lärm der Kleinen in ihrer Ruhe gestört. Jetzt entscheidet das Landgericht darüber, ob die Einrichtung geschlossen wird.

Die unerträglichen „Ruhestörer“ findet ihr auf der Seite vom Waldkindergarten Berne.
Ich glaube, es hackt… und sowas in einer Großstadt mit permamenten Ruhestörungen durch den Umstand, dass es eben kein Dorf mit einer Dorfstrasse, vier Kühen und einem Hahn ist. Wobei der Hahn, bzw. dessen Besitzer, in ländlichen Gebieten ja auch gerne mal wegen Ruhestörung verklagt wird… Mannomann, ihr seid echt Deutschland… 🙁

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5 Comments.

  1. Ich kann die Anwohner sehr gut verstehen. Schließlich haben Messungen ergeben, das Kinde mehr Lärm erzeugen als eine schwer befahrene Straße.

  2. Dann könntest du auch verstehen, daß man dir sagt, du sollst zukünftig nur noch Fahrradfahren, weil dein Auto mehr Lärm ereugen würde?
    Was für ein selten dämlicher Vergleich, den „Lärm“ von Kindern mit denen von Autos zu vergleichen…

    Sei froh, dass wenigstens deine Eltern da scheinbar anders drüber gedacht haben – für die Gemeinschaft wäre es vielleicht dennoch besser gewesen, sie hätten sich für den Straßenlärm entschieden.

  3. Also ich stimme Horst1 zu. Wer keinen Kindergarten direkt hinterm Haus hat, macht auf sozial und kinderfreundlich… Dabei wette ich, dass jeder, der ständig diesen Lärm zu ertragen hätte, ebenfalls nach einiger Zeit klagen würde, denn die Betreiber legen absolut keinen Wert auf die Nachbarn, nicht mal in der Ruhezeit 13-15h. Ich werde genauso Möglichkeiten in Betracht ziehen, um diesem Lärm entgegen zu wirken.

  4. Ich habe vorm Haus nen Kindergarten, hinterm Haus eine Grund- und Hauptschule. Ich werde lieber von Kinder“lärm“ geweckt (und dazu muss nen Kind schon ziemlich brüllen), als von Motorengeräuschen.

    Wo sollen die Lütten denn hin? Einsperren bei 30 Grad?! Ihr ward in Eurer Jugend sicher IMMER muksmäuschenstill… ohne worte. Aber Eure Rente hättet Ihr gerne gesichert.

  5. Ich frag mich eher warum Kindergärten, dann in ruhig gelegenen Wohngebieten gebaut werden müßen ? Ich finde das schon als Belästigung wenn morgens die Mütter um 6:00 Uhr ihre Kinder abgeben und alle in das Wohngebiet mit dem Auto einfahren wenn möglich bis direkt zum kindergarten auch wenn da andere in der ruhigen Nenebstrasse mal auschlafen wollen, dann geht das Geschrei los und dauert an bis 17:00 Uhr, wenn dann Anwohner die eventuell €500.000 Euro für ein Eigenheim abzahlen müßen bis zur bitteren Rente, auch mal sauer werden.. wundert mich das nicht, Kindergärten gehören wie Sportplätze aus Wohngebieten raus…

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