Lebensumstellung

Die Geschichte, wie eine Jacke, die ich unbedingt haben wollte, und die mir trotz Spezialgrößenanpassung dann doch nicht passte, meinen Lebensstil umzustellen vermochte

Gemüse
Daraus wurde letztlich dann eine äusserst leckere Gemüsepfanne. 🙂
Dazu gabs nen in Stückchen geschnittenes Minutensteak. Und nun kommt der "Clou": Gewürzt wurde das ganze ausschließlich mit „Laos“ (von Wankwai).

Laos ist der malaiische Name für Galgantwurzel.
"In der südostasiatischen Küche ist Laos ein dominierendes Gewürz, sein Geruch ähnelt dem von Ingwer, sein Geschmack ist brennend würzig.
In Indonesien wird Laos für Fischgerichte und Meeresfrüchte sowie für würzige Gemüsespeisen verwendet.

Für jemanden, der sich bis vor einigen Wochen mehr oder weniger nur von Fertiggerichten, denen die ein oder andere frische Zutat „beigemischt“ wurde, ernährt hat, ist es eine ziemlich spannende Erfahrung, dass Gemüse einen hervorragenden Eigengeschmack besitzt. 😉
Nein, das ist übertrieben, aber es war bisher so, dass mir Gemüse in seiner ursprünglichen Form immer seltsam nüchtern vorkam, sicherlich ein Umstand der bisherigen Glutamatschwemme in dem, was ich so in mich reingestopft hatte. Ich Idiot habe ja sogar damals, ich ich mir solcherlei Gemüsepfannen gemacht habe, noch Glutamat dazu gemacht, ich Honk *mitdemkopfaufdietischplatteschlag*
Einfach, weil das die Industrie ja auch so gemacht hat, und es musste ja irgendeinen Grund haben, warum das überall drinne war, und gehörte also da genauso rein, wie in nahezu jedem Lebensmittel Zucker gehörte.
Ich sollte es eigentlich besser gewusst haben, weil ich ne Ausbildung in der Lebensmittelindustrie absolviert hatte, und insofern ziemlich genau wusste, was die einzelnen Zutaten bewirken und vor allem, weswegen die eingesetzt wurden- ich hatte es verdrängt, wie ich so vieles in den letzten 10, 15 Jahren verdrängt hatte.

Ich arbeite es gerade auf. Und ich entwickele eine ungeheuerliche Vorliebe für Zucchini ("diese komischen, kleineren, weicheren Gurken, die da im Regel liegen") und Paprika ("Warum sind die ampelfarbig, und warum gibt es die so oft in rot? Rot steht doch bei der Ampel für "Stop", oder?!").
Dabei hilft mir das schon erwähnte Laos. Ergibt gerade bei Zucchini eine geradezu hervorragende, sehr empfehlenswerte Kombination.

Dazu noch mehr Bewegung. Im Moment erkunde ich gerade Hamburg fotografisch von ganz neuen Seiten, wundert euch also nicht über "merkwürdige" Fotos, das muss so sein, und das ist auch gut so[tm]).

Den Ausschlag gab übrigens, dass ich eine bestimmte Jacke haben wollte, die mir jedoch nicht passte. Mir wurde eine Spezialgröße angefertigt ("Länge = Breite"), die mir dann jedoch auch nicht passte. Zwar hatte der Produzent dabei nen Fehler gemacht (es fehlten schlichtweg auf kompletter Höhe- also nicht nur am Bauch, grins – entscheidende cm, um sie zu schließen), aber irgendwie war das der Moment, wo es bei mir wohl *klick* gemacht hat, dass es so nicht weitergehen kann. Mal ganz von den im Winter geschossenen Familienfotos am Hafen (siehe "Cousin"- Set) abgesehen, wo ich mir auf praktisch keinem Foto selbst gefiel, überall dieser prägnannte Bauch, überall dieses scheiß Doppelkinn, hach, ätzend… aber all das gab bei mir nur Unzufriedenheit mit der momentanen Situation, aber eben keine Änderung.
Allenfalls ziemlichen Frust, weil dann die "Radikalkur" anfing, ich versuchte es mit Jogging, scheiterte daran aber ziemlich kläglich (irgendwie auch kein Wunder bei Adipositas Grad 3…), und ließ mich dann entsprechend schnell wieder hängen.

Erst diese Jacke, die mir partout nicht passen wollte, gab diesen wohl entscheidenden Klick, von dem die Leute immer reden, die erfolgreich ihren Lebensstil umgestellt haben.
Und die nächste Jacke (oder Sweater etc., keine Ahnung, was das sein wird), nun, die wird mir dann passen!

Kurzum: Ich werde weniger joggen (LOL, oder das, was ich damals so nannte), aber dafür einfach mehr gehen. Und dabei immer meine Kamera dabei haben. Ich entdecke Hamburg gerade, wie gesagt, von komplett neuen Seiten, komme endlich wieder zu den Punkten hin, an denen ich vor fünf Jahren gerne war, aber die letzten Jahre aufgrund einer akuten Bewegungsunlust einfach nicht mehr war, plane in der nächsten Zeit ein "touristisches Programm" zu absolvieren (inklusive Besteigung des Michels, soll ja nen klasse Rundumblick da geben, war ich nämlich noch nie oben!), "reise" zum Flughafen (bzw. Flughafenstr.), um endlich mal nen paar Flugzeuge aus der Nähe zu fotografieren, (Neu-/Wieder-)entdecken der diversen Hamburger Parks (die gilt es sprichwörtlich zu erwandern, denn Fahrgeld habe ich eh keines, war sicherlich auch ein Grund, warum ich so wenig aus St. Pauli rauskam, aber verflucht nochmal, ich habe Beine (und die schmerzen bisher zum Glück, trotz des massiven Übergewichts, nicht!), dann wird halt zwei Stunden in Richtung Stadtpark getrottet, und auch wenn ich dann ziemlich verschwitzt sein werde, wenn ich da ankomme – bin ich ja jetzt auch, wenn ich bspw. in Planten un Blomen (ca. nur 1 km entfernt) ankomme- die Sonne scheint, und die Klamotten trocknen auch wieder. Da eignet sich mein St. Paulitrikot hervorragend, das ist dann wohl die "Funktionskleidung" (den Fehler mit Baumwoll-TShirt mache ich nie wieder, bibber) wohl prächtig für…
Und wenns mal wieder regnen sollte (so wie gestern Abend), speziell tagsüber – wird halt mal ein Relaxtag eingelegt, gibt schließlich genug Fotos, die ich hochladen könnte, die vorher bearbeitet werden wollen, kurzum, ab jetzt (bzw. eigentlich seit zwei Wochen) wird nur noch dann am Rechner gehockt, wenn das Wetter absolut beschissen ist (mit Ausnahme der morgendlichen Zeitungslektüre, die lass ich mir nicht nehmen…).
Aber ich schnapp mir jetzt nen gutes Buch und ergehe mir Hamburg – ich glaube, als nächstes kommt jetzt mal der westliche Teil von Planten und Blomen dran, nachdem ich vorgestern im östlichen war (an dem Teich sind übrigens gerade wirklich süsse Entenküken am paddeln!).
Auf geht’s! 🙂

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