08.04.2001: St.Pauli – VfL Osnabrück 2:4

8. April 2001 | Von | Kategorie: Berichte

[updated: 09.04.01, 15:36:21] So. Es war also absolut richtig, dass ich zum Spiel in Saarbrücken keinen Spielbericht schrieb. Jetzt kann ich zwei Spiele mit einem einzigen Bericht abhaken, denn das Spiel gegen Osnabrück war eine klasse Kopie von dem Spiel in Saarbrücken. Der einzige Unterschied zu letzter Woche ist nur der, dass Osnabrück cleverer die eigenen Chancen genutzt hat.


Wenn ein potentielles Aufstiegsteam gegen einen potentiellen Absteiger (jetzt wohl nicht mehr…) bereits nach 27 Minuten mit 0:3 hinten liegt, dann kann man sich nicht mehr damit herausreden, dass die Gegentore Zufallsprodukte waren, und man einfach nur Pech hatte. So viel Pech in so wenigen Minuten kann man nicht haben.
Man könnte von Pech reden. Wenn St.Pauli wenigstens mitgespielt hätte. Haben sie aber nicht.

St.Pauli wurde überlaufen. Gegnerische Abwehrspieler wurden nicht angegriffen, beim Mittelfeld hieß die Devise offenbar „Lass die ruhig Aufbauspiel betreiben, die stehen sicher zurecht so weit unten“, und unsere Abwehrspieler standen nicht einmal auf dem Platz, so dass die Osnabrücker in aller Seelenruhe in den Strafraum trotten konnte. St.Pauli fand nicht statt. So ein Team hat es nicht verdient, im Millerntor spielen zu dürfen. Nicht bei so krass fehlendem Einsatz.

Das nur mal als ersten Eindruck um 17:30 Uhr. Jetzt werde ich mir die Gegentore nochmal reinziehen, und wenn die wirklich durch fehlenden Einsatz der St.Paulispieler zustande kamen, wie schon in Saarbrücken, dann werde ich einen Doppelspielbericht schreiben, der vielleicht einige mal aufwachen läßt. [Nein, nein, nein. Keine Lust. 🙁 Folgt im Laufe des Montags]
Gefrustete Grüße, Stefan


Und dann war da noch der Nachbericht zum Spiel auf bundesliga.de, der folgende Aussage enthielt: „>Nachdem die beiden Hamburger Angreifer dann in der Schlussphase >dreimal in aussichtsreicher Position frei vor Heinz Weber >auftauchten,…“. Nein, ganz so konfus spielte St.Pauli in der zweiten Hälfte dann doch zum Glück nicht, aber irgendwie hätte es dennoch ins Bild gepasst.


Meine These, wieso das Team nach Erreichen der ’40 Punkte gegen den Abstieg‘ derartig eingebrochen ist, sieht wie folgt aus:
Hätte man bspw. bei 30 Punkten nicht mehr davon gesprochen, unbedingt ’40 Punkte gegen den Abstieg‘ erreichen zu wollen, sondern hätte man stattdessen als neues Ziel ausgegeben, einen ‚guten Mittelfeldplatz erreichen zu wollen, um dann mittelfristig das Ziel erste Bundesliga zu erreichen‘, wären einige Spieler (alle Spieler?) eventuell nicht so verkrampft gewesen. Es war doch offenkundig ein klein wenig tollkühn, direkt im Anschluß an das Ziel ‚Klassenerhalt‘ das Saisonziel ‚Aufstieg‘ (wenn auch nicht wörtlich) ausgegeben zu haben. Ich mag vielleicht kein guter Psychofritze sein, aber das Team hat es offenkundig nicht verkraftet, das Tabellenmittelfeld als Zielsetzung so einfach zu überspringen.

4 Kommentare
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  1. Oh mann, was ist los mit den Jungs? Dass sie nicht komplett scheiße sind, haben wir doch in der zweiten Halbzeit gesehen. Haben die Schiss vorm Aufstieg oder hat die Kondition einfach nur bis Bielefeld gereicht?
    Wo war Lotter, ließ Meggle etwa seinen Stuntman spielen?
    Dafür muss an dieser Stelle mal eine Lanze für Baris gebrochen werden: er brachte den Vorwärtszug zurück ins Team!
    Trotz des Scheißergebnisses hat mich Halbzeit zwei versöhnt: I still love St. Pauli, I do!

  2. WELCOME IN THE HELL OF SANKT PAULI!!!!

    Oh ja wie wahr, die erste HZ war gestern für mich wirklich die Hölle!!!!
    Und da konnte die 2. HZ auch nicht wirklich was gut machen. Aufstieg 2001? So bestimmt nicht!

  3. Tja, das kommt davon, wenn die alle schon bei anderen Vereinen geistig sind. Scheiss Söldner… Und ansonsten: Nur Baris ist wahres!!! Gruß Netzmeister.

  4. juh, kann ich mich nur anschließen. wenn die zweite halbzeit grottenschlecht gewesen wäre, käm ein ’spieler gehen, trainer bleiben, nur st.pauli…‘ nicht schlecht.

    Gruss, Pelstinho

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