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Mi., 31. Dezember 1969 / Topstory

Gemeinsame Pressemitteilung der AGiM und der FC
St. Pauli Marketing GmbH

In den letzten Monaten ist das Auftreten
rechtsradikaler/rechtsextremistischer Erscheinungsformen wieder vermehrt
in das Bewußtsein der Öffentlichkeit zurückgekehrt. Kaum ein Tag
vergeht in Deutschland ohne Gewalttaten gegen Ausländer, Behinderte,
Obdachlose, Homosexuelle und Andersdenkende.
Die Fans des FC St. Pauli haben in den vergangenen Jahren immer wieder
Zeichen gesetzt, um auf diese Problematik in der Gesellschaft und in den
Fußballstadien aufmerksam zu machen. Der Verein FC St. Pauli hat sich
diesen Bemühungen angeschlossen und war u.a. mit seinem
Antirassismusparagraphen in der Stadionordnung wegweisend im deutschen Fußball.
Ebenso die FC St.Pauli Marketing GmbH, die in Zusammenarbeit mit der
Agentur Nordpol in der Starclub-Kampagne u.a. den integrativen Charakter
des FC St.Pauli hervorgehoben hat. Auf Initiative der AGiM treten jetzt
Verein, Marketing, Sponsoren und Fans gemeinsam auf.
Beim Heimspiel gegen Greuther Fürth wird eine neue Werbebande mit der
Aufschrift "Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen
!" im Millerntorstadion präsentiert.
Die TV-Werbebande wurde von der Agentur Nordpol unentgeltlich im
Starclub-Design entworfen und vom Bandenhersteller UNO Werbegestaltung
kostenfrei erstellt. Finanziert wird die Bande durch die FC St. Pauli
Marketing GmbH, den Hauptsponsor World of Internet, die Co-Sponsoren
Holsten-Brauerei AG und Braunschweiger Versorgungs-AG sowie die Fans des
FC St.Pauli.
Die FC St.Pauli Marketing GmbH spendet aus dem Gesamterlös 5000,- DM an
die "Opferperspektive" in Brandenburg. Diese Organisation
betreut Opfer rechtsextremer Gewalttaten.

Kommentar von mir (Stefan)

Nichts desto trotz sind auch am Millerntor in den
letzten Jahren vermehrt rassistische, antiseminitische sowie sexistische
Sprüche aufgetreten und werden weitestgehend kommentarlos von der
Fanszene zur Kenntnis genommen- in allen Stadionteilen.

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Mi., 31. Dezember 1969 / Topstory

Logo AGiMWie war das noch-
damals, als sich einige Wenige aufmachten aus dem Millerntor, was ja damals noch
das Wilhelm-Koch-Stadion war, einen Hort der linken Idylle zu machen?

Der Millerntor- Roar entstand, Demos gegen Monster-
Stadionpläne wurden initiiert, Aufkleber  "St.Pauli- Fans gegen
rechts" wurden tausendfach verklebt, und, und, und,… Eine einmalige
Fankultur entstand. Im Stadion selbst und im Umfeld wurde ein Teil dessen gelebt
was Mensch gerne im Rest des Landes wiederfinden würde. Faschisten, Rassisten
und Sexisten wurde, notfalls handgreiflich, klar gemacht, dass sie in unseren
Reihen und in unserem Stadion nichts zu suchen hatten. Über Jahre gelang es,
wenn auch nicht immer ohne Probleme, diese Kultur aufrecht zu erhalten.

Hier standen nicht nur der vielzitierte "Banker neben dem Punker",
sondern bei uns war auch im Gegensatz zu anderen Stadien, ein enorm hoher Anteil
von fußballbegeisterten Frauen und ausländischen Mitbürgern anzutreffen.
Dies hatte seinen Grund. Denn bescheuerte sexistische Anmache oder rassistische
Pöbeleien wurden nicht geduldet. Sollte dies doch mal der Fall gewesen sein, so
konnte jedeR sicher sein, dass das direkte Umfeld eingreifen würde und die
entsprechende Antwort nicht lange auf sich warten lassen würde. Idyllische Zustände!
Leider gehören diese Zustände -teilweise- der Vergangenheit an.

Immer häufiger
hören wir Beschwerden über übelste Pöbeleien, "Schwuler",
"Dachpappe", "Votze" usw., gehören bei Einigen mittlerweile
wohl zum "normalen" Umgangston.
Mensch wundert sich teilweise, was schon alles schwul geworden ist.
"Schwuler Schiri"? Normal. "Schwuler Ball"? Normal.
"Schwules Bier"? Ebenfalls normal. Farbige Spieler als
"Dachpappe"? Auch Normal. Frauen (und auch Andy Möller!) im Stadion
mit "Votze" bepöbeln? Vollkommen normal.

Gegen diese Normalität haben wir jedoch einiges einzuwenden!

Wir fordern hier jeden Einzelnen und jede Einzelne im Stadion auf: Greift ein,
wenn ihr solche Pöbler hört! Macht Ihnen klar, dass so etwas in unserem
Stadion nichts zu suchen hat. Wir sind zwar (hoffentlich) noch weit entfernt von
kollektivem Gegrunze gegenüber farbigen Spielern, jedoch gilt auch hier:
"Wehret den Anfängen"!
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass das, was hier über Jahre entstanden
ist, nicht von solchen pöbelnden Schwachmaten kaputtgemacht wird!
Zu den Pöblern möchten wir nur noch eins sagen: Auch wenn wir immer noch beim
Fußball sind, denkt mal darüber nach, was ihr so von Euch gebt. Vor einigen
Jahren hätten sich einige von Euch, bei dem was sie heute so von sich geben,
wahrscheinlich selbst aus dem Stadion geworfen- mit Recht!

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Mi., 31. Dezember 1969 / Topstory

St.Paulis Fans gelten gemeinhin als Antifaschistisch
und gegen sexuelle Nötigung gerichtet. So langsam muss man sich allerdings fragen, wie viel von diesem Empfinden noch vorhanden ist.

Beginn einer Serie über Sexismus und Rassismus bei St.Paulifans, getragen und unterschützt von diversen Organisationen und einzelnen Fans.

Intro

Am Millerntor gibt es kein Rassismus - Neger, KanakeSt.Paulifans sind anders- tatsächlich? Neger, Schwuchtel, Fotze (zum vergrößern anklicken)
St.Pauli steht für Toleranz. Schwuchtel, Schwule Sau (zum vergrößern anklicken)In der Bunesliga hat St.Pauli den größten Anteil weiblicher Zuschauer. Schlampe, Votze (zum vergrößern anklicken)

Worum geht es hier eigentlich? Was war beim Spiel gegen Nürnberg mit den Flugblättern und den Transpis auf dem Rasen?

Nun, eigentlich setzen die Aktionen vom Nürnberg-Spiel und die heutige „pauli“ ein längst fälliges Thema wieder auf die Tagesordnung. Schon auf dem letzten Fan-Club-Delegierten-Treffen in der vorangegangenen Saison, waren sich alle einig, dass sich in der Fanszene etwas verändert hat.

Rassistische und sexistische Sprüche sind wieder fast normal! Egal ob Gegengerade, Haupttribüne, Nord- oder Südkurve. Dieser Zustand ist nicht hinzunehmen.

Daher haben sich seit ca. zwei Monaten regelmäßig Gruppen aus der Fanszene getroffen, um zu überlegen, wie man dieses Thema wieder auf die Tagesordnung setzen kann. Das Ergebnis haltet Ihr nun in den Händen, bzw. habt es gegen Nürnberg auch gesehen.

Wir wissen genau, das sich einige Leute einen Scheiß darum kümmern, ob wir diese Aktionen machen oder nicht. Wer Bock hat „Votze“, „Kanake“, „Schwuchtel“, etc. zu rufen und dann meint, er sei ein ganz besonders cooler Typ, dem ist durch Flugblätter oder Zeitungsartikel nicht beizukommen.

Uns geht es vielmehr um unsere Reaktion darauf! Es scheint niemanden zu kümmern, das dies gerufen wird. Es mischt sich niemand mehr ein! Sei es aus Desinteresse, sich geschlagen geben oder sogar aus Angst vor dem entsprechenden Spinner oder seiner Gruppe!
Dies kann nicht angehen. Es sollte für jede/n klar sein, dass wir am Millerntor und auch auf Auswärtsspielen diesen Trend entgegentreten müssen. Unsere Fanszene hat immer ausgemacht, dass wir unsere Köpfe nicht an der Stadionkasse abgeben. Nicht umsonst haben wir eine Stadionordnung, die solche Sprüche untersagt. Diese haben wir durchgesetzt. Wir müssen auch dafür sorgen, das dies umgesetzt wird.

Es liegt an uns allen, wie wir mit dem Thema und den entsprechenden Leuten weiter verfahren. Dabei muss es egal sein, ob wir Menschen schon jahrelang kennen oder ihn zu ersten Mal sehen. Dieses Gedankengut hat am Millerntor nix zu suchen!

Die Vorbereitungsgruppe (AgiM, Übersteiger, AFM, Fan-Club-Sprecherrat, FC St.Pauli, Support-Group, Fanladen, Kopfschuss.de, Kiezkicker.de, Nachgetreten, BallKult, „pauli“, etliche Fans, Splitter, Couragierte Bürger)

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Spiele

21.09.2020 20:30
Bochum
Bochum
27.09.2020 13:30
Heidenheim
Heidenheim
02.10.2020 18:30
Sandhausen
Sandhausen
19.10.2020 20:30
Nürnberg
Nürnberg
24.10.2020 13:00
Darmstadt
Darmstadt
30.10.2020 18:30
Vorstadt
Vorstadt
08.11.2020 13:30
Karlsruhe
Karlsruhe
21.11.2020 13:00
Paderborn
Paderborn
27.11.2020 18:30
Osnabrück
Osnabrück

Tabelle

Rang Teams Gespielt Differenziell Tordifferenz Punkte
1 VfL B. 31 57 - 36 21 60
2 Fürth 31 60 - 38 22 57
3 Kiel 29 45 - 27 18 53
4 hsv 31 60 - 39 21 52
5 F95 31 48 - 41 7 52
6 FCH 31 45 - 41 4 48
7 FCSP 31 50 - 47 3 47
8 KSC 31 44 - 39 5 45
9 SCP 31 42 - 37 5 43
10 D98 31 53 - 51 2 42
11 Aue 31 39 - 41 -2 41
12 1. FCN 31 41 - 44 -3 40
13 hsv96 30 49 - 45 4 39
14 Jahn 30 31 - 40 -9 35
15 Sandh. 31 37 - 55 -18 31
16 BTSV 31 27 - 51 -24 30
17 Osnab. 31 28 - 53 -25 27
18 Kickers 31 33 - 64 -31 21