Ergebnisse vom Derby- Vorbereitungstreffen

12. November 2001 | Von | Kategorie: Offizielles

Am Sonntag um 15 Uhr fand im Haus der Jugend St.Pauli das Vorbereitungstreffen für das Amateur- und das Profiderby statt. Im folgenden werde ich kurz darlegen, worauf man sich geeinigt hat.

Zunächst einmal was zum Stichwort „Zusammenhalt der eigenen Fanszene“: Fakt ist, dass oberstes Gebot das Zusammenhalten ist, wenn es darum geht, eventuelle Hoolangriffe von Seiten der hsv´er abzuwehren oder zu verhindern. Dieses bedeutet, dass keinesfalls panisch losgelaufen wird, nur weil irgendwer schreit, von hinten kämen die hsv- Hools. Sobald dieses nämlch passiert, haben all die verloren, die nicht schnell genug mitlaufen können. Fakt ist, dass das wirksamste Mittel gegen einen drohenden Hoolangriff das geschlossene Stehenbleiben ist- denn dann werden die einen nicht angreifen, sondern sich in die Hosen scheissen.

Szenen wie beim letzten Amateurderby dürfen sich keinesfalls wiederholen, wo bereits 15 grimmig dreinschauende 15jährige hsv-Prolls ausreichten, um zu einer panischen Flucht und auseinandertreiben der rund 200 St.Paulifans zu sorgen- denn die 10 St.Paulifans, die dann nicht schnell genug weglaufen konnten, hatten dann natürlich verloren- wäre man aber geschlossen stehengeblieben, wäre NICHTS derartiges passiert. Also stehenbleiben- und kein Hool wird sich dazu entschliessen, eine geschlossene Gruppe von 200 Leuten anzugreifen auch nicht, wenn sich die Hoolgruppe auf ebensoviele belaufen sollte (weil ohnehin nur die erste Reihe wirklich aktiv eingreifen kann).
Sollte nämlich beim Amateurderby erneut etwas derartiges passieren, wird das eine nette „Einladung“ an die hsv- Hools fürs Profiderby darstellen, es dort auch mal zu probieren…

Wie gesagt, es geht gar nicht mal unbedinggt darum, sich unsererseits zu bewaffnen und sich uns mit Zaunlatten den anderen entgegenzustellen- das wird auch überhaupt nicht notwendig sein, solange eine größere Gruppe zusammenbleibt und sich nicht voller Panik in alle Himmelsrichtungen verteilt. Bleibt zusammen, lauft nicht weg, lasst die langsameren Läufer nicht im Stich!

OK, nachdem das Grundsätzliche nun hoffentlich geklärt ist, zunächst zum Amateurderby, da dieses auch zeitlich vor dem Profiderby liegt:
Vor dem Derby gibt es keine besonderen Vorgehensweisen. Nach dem Derby treffen sich die Leute, die noch im Viertel umherwuseln und lieber in größeren Gruppen an den hsv- Hools voreigehen wollen (siehe oben…), in Höhe des AFM- Containers. Von dort wird dann gemeinsam in Richtung Jolly Roger und umliegende Kneipen aufgebrochen. Das hat dann auch nichts mit „klein beigeben“ oder „Angst vor den hsv- Kiddys“ oder so zu tun, sondern soll einzig und alleine verhindern, den Hools auf Seiten des hsv eine Möglichkeit zu bieten, St.Paulianer anzugreifen. Diese Möglichkeit darf denen nicht geboten werden, und das wird am effektivsten (und zugleich auch einfachstem) dadurch verhindert, indem man zusammenbleibt, und nicht in leinen Einzelgrppchen durch den Stadtteil stolpert.

Beim Profiderby läuft es ein bischen anders ab.
Dort wird bereits wieder das Prinzip „getrennte Anreise“ praktiziert werden. Treffpunkt für St.Paulifans wird der Bahnhof Altona sein, und zwar nicht oben bei den Gleisen, sondern in der ersten Zwischenebene. Der Grund dafür, dass es nicht, wie beim letzteen Profiderby, von der Sternschanze aus gemeinsam losgefahren wird, ist darin begründet, dass vom Bahnhof Altona mehr Gleise wegführen (nämlich 6), und es daher leichter organisierbar ist, die Sonderzüge zwischen den Regelverkehr einzureihen als an der Bahnstation Sternschanze, bei der nur 1 Gleis in Frage käme.

Getroffen wird sich dort ab 14:30 Uhr, der erste Sonderug fährt dann ab 15:00 Uhr los. Gefahren wird bis zur Haltestelle Othmarschen (danach ist die Strecke gesperrt), von dort aus fahren dann 20 Shuttlebusse im Pendeldienst weiter zum Stadion an der Müllverbrennungsanlage, ersatzweise auch zur AOL- Arena (LOL).
Die Pendelbusse fahren dann is zur Stadionstrasse auf den „Parkplatz Grün“, der als St.Pauli- Fanparkplatz dienen wird (also sollten dort auch die PKW- Fahrer ihre Wagen abstellen). Von dort aus sind es dann noch 5 Minuten bis zu den Gästeplätzen. Fahren werden die Busse „so lange, wie Bedarf vorhanden ist“, aber bitte kommt nicht alle erst eine Stunde vor Spielbeginn, denn dann wird es nicht organisierbar sein, alle Fans rechtzeitig in die A-OperL- Arena zu fahren.
Die hsv´er werden ihrerseits über Sternschanze geleitet, diese Strecke sollte man als St.Paulifan daher vielleicht meiden.

Nach dem Spiel treffen sich die Fans, die in einer größeren Gruppe zurückfahren wollen, vor der Gästekurve. Von dort aus wird dann zurück zu den Bussen auf dem Parkplatz Grün gegangen, die dann wieder nach Othmarschen fahren werden. Hierbei kann es natürlich zu gewissen Wartezeiten kommen, da es nach einem Spiel eben anders ist als vor dem Spiel, wo sich die Fans anreisemäßig über einen größeren Zeitraum verteilen- aber wenn tausende gleichzeitig aus dem Stadion strömen, werden sich Wartezeiten bei den 20 Bussen auf dem Parkplatz Grün nicht vermeiden lassen. Dennoch sollte man nach Möglichkeit vom Shuttleservice Gebrauch machen, da ansonsten scheinbar die Sicherheit nicht garantiert werden könne?!?
Vom Bahnhof Othmarschen an steht es wieder jedem frei, ob er auf Fanmischung steht, und in die Regelzüge einsteigt, oder ob er mit den St.Pauli- Sonderbahnen wieder zurück zum Bahnhof Altona fährt. Dort werden sich dann vermutlich wieder Leute treffen, die in Richtung Reeperbahn oder so weiterfahren werden.

Die weitere Diskussion steigt dann wohl jetzt im Fanforum

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