Donnerstag, 5. Dezember: Frauen in der Neonaziszene

Stellen Nazi-Frauen wirklich nur die “Schutzräume” und “Rückzugsorte” für Männer oder sind sie nicht vielmehr genauso überzeugte Täterinnen.

Antworten auch an den Beispielen Chris­tia­ne Dol­scheid, seit 17 Jahren Betreiberin des Club 88 in Neumünster, Gisa Pahl vom Deutschen Rechtsbüro in Hamburg, Nicole Schneiders, der Rechtsanwältin von Ralf Wohleben und Beate Zschäpe geben uns Andreas Speit und Andrea Röpke, Autor und Autorin verschiedener Bücher und Expert_innen zum Thema Neonazis, Neofaschisten und Neofaschistinnen und ihre Netzwerke. Im Gepäck ihr 2011 erschienenes Buch „Mädelsache! Frauen in der Neonazi-Szene“ (Christoph Links Verlag, Berlin)

Daraus ein Zitat:

Aus dem Hintergrund heraus die Kameraden massiv unterstützen, in der Öffentlichkeit selbst energisch handeln: Längst haben Frauen in der Szene beide Optionen, wenn sie sich politisch engagieren wollen.
In der Öffentlichkeit löst das Wirken von Neonazistinnen im sogenannten vorpolitischen Raum immer wieder Verwunderung aus. Auch hier bestimmen nicht weniger sexistische Klischees die Wahrnehmung. Frauen fallen nicht auf, ihnen werden keine aktiven Rollen zugeschrieben. Dies lässt ihnen dann auch den Freiraum, von der Öffentlichkeit weitestgehend unbeobachtet agieren zu können.
Umso wichtiger ist dieses Buch, das mit Hilfe von Gesprächen mit Aussteigerinnen und hervorragender Recherche die aktive Rolle von Frauen im Neonazismus aufzeigt und Handlungsmöglichkeiten gegen die „völkische Graswurzelarbeit“ diskutiert.
(Regina Wamper in ihrer Rezension vom 9.6.2011)

In den 1990er Jahren schien die Erklärung für Frauen in der rechtsextremen Szene noch einfach: Die haben eben einen Nazi als Freund. Es brauchte für die Öffentlichkeit ein paar Jahre, um zu erkennen, dass auch Nazi-Frauen nicht nur Anhängsel von Nazi-Männern sind. Sie selbst vertreten die Ideologie, den Rassismus, den Hass, teilen auch die Freude an der Ausübung von Macht und Gewalt gegenüber denen, die sie als „Feindgruppen“ abwerten. Aktionsorientiertes Naziskin- oder Kameradschafts- Mädel , Partei- oder Kameradschafts- Vorzeigedame und unauffällige Veranstaltungsanmelderin, völkische Mutter, starrsinnige Altnazisse – nicht selten kommt dies im Laufe eines Lebens überzeugter Nazistinnen zusammen. Das Buch „Mädelsache!“ zeichnet sich dadurch aus, dass es die Vielfalt rechtsextremer Lebensentwürfe für Frauen kenntnisreich aufzeigt. Damit wird der Blick frei gemacht für die Tatsache, dass auch die rechtsextreme Szene sich im Hinblick auf weibliche Anhängerinnen entwickelt hat und inzwischen eine Menge Möglichkeiten für Frauen jeden Alters bietet, sich dort zu engagieren und heimisch zu fühlen.
(Simone Rafael, Netz gegen Nazis.de 15.6.2011)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe: „Vom RASSISTISCHEN NORMALZUSTAND zum NATIONALSOZIALISTISCHEN UNTERGRUND“

Frauen im Neofaschismus und ihre (Nicht)Wahrnehmung in der heutigen Gesellschaft.
Lesung und Diskussion mit Andrea Röpke und Andreas Speit
Donnerstag, 5. Dezember 2013, 19 Uhr, Fanräume im Millerntor-Stadion (Gegengerade)

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Tabelle

Rang Teams Gespielt Differenziell Tordifferenz Punkte Aktuelle Form
1 FC St. Pauli 23 43 - 22 21 48 WWVWW
2 Holstein Kiel 23 44 - 32 12 42 VUWWV
3 Vorstadt 23 46 - 33 13 41 VWVUW
4 SpVgg Greuther Fürth 23 36 - 29 7 38 WVVVW
5 Hannover 96 23 43 - 31 12 37 WWWWV
6 SC Paderborn 07 23 36 - 38 -2 37 UWWVW
7 Fortuna Düsseldorf 23 48 - 32 16 36 VVUUW
8 Hertha BSC Berlin 23 43 - 37 6 33 VVWWU
9 Karlsruher SC 23 44 - 40 4 32 WUVUW
10 SV 07 Elversberg 23 35 - 37 -2 32 VWUWV
11 1. FC Magdeburg 23 38 - 33 5 30 VUWVW
12 1. FC Nürnberg 23 32 - 42 -10 30 VUUUV
13 SV Wehen Wiesbaden 23 26 - 30 -4 27 WUUVV
14 FC Schalke 04 23 34 - 45 -11 26 VWVWV
15 Eintracht Braunschweig 23 22 - 35 -13 24 WVWVU
16 1. FC Kaiserslautern 23 35 - 48 -13 22 WVVUV
17 F.C. Hansa Rostock 23 22 - 38 -16 22 WVUUV
18 VfL Osnabrück 23 20 - 45 -25 15 UUUVW