Alkoholverbot gegen Reutlingen

20. März 2003 | Von | Kategorie: Offizielles

Und mal wieder im kompletten Stadion kein Alkoholausschank (Haupttribüne mal wieder ausgenommen).
Stellungnahme des FC St. Pauli zum verhängten Alkoholverbot der Hamburger Polizei anlässlich des Heimspieles gegen den SSV Reutlingen am 21.03.2003

In einer Erklärung von heute Mittag hat die Polizei Hamburg den Alkoholausschank für das kommende Fußballspiel des FC. St. Pauli gegen den SSV Reutlingen untersagt.

Dieser Entscheidung sind Gespräche zwischen Polizei und FC St. Pauli mit unterschiedlichen Standpunkten vorausgegangen. Im Ergebnis ist die Entscheidung vom FC St. Pauli nicht bzw. nur sehr schwer nachvollziehbar, da bei diesem Spiel keine Feindseligkeiten zwischen den verschiedenen Fangruppen zu erwarten sind. Die Zwischenfälle und Angriffe gegen den Ordnungsdienst in einem Heimbereich des FC. St. Pauli beim letzten Heimspiel gegen den SV Waldhof Mannheim sind in Betrachtung aller Heimspiele der laufenden und der zurückliegenden Spielzeiten als bedauerlicher Einzelfall und objektiv als Ausnahmeerscheinung in einem punktuellen Stadionbereich einzuschätzen.

In vielen Gesprächen haben sich Vertreter des Vereins der ? durchaus kontroversen – Diskussion gestellt und die Selbstdisziplinierung der Fans im Stadion und nach dem Spiel eingefordert. Als ein Ergebnis dieser Gespräche im Verein und im Fanumfeld hätte sich der FC St. Pauli gewünscht, dass seinen Fans beim kommenden Heimspiel gegen den SSV Reutlingen in allen Stadionbereichen Gelegenheit gegeben worden wäre, ihren langjährig ohne Zwischenfälle dokumentierten verantwortungsbewussten Umgang mit dem Vollbierausschank – insbesondere vor dem Hintergrund der Ereignisse beim Spiel gegen den SV Waldhof Mannheim – wieder gewohnheits- und erfahrungsgemäß unter Beweis stellen zu können.

Da die Polizei insbesondere im Zusammenhang mit Ereignissen außerhalb des Stadions zu einer anderen Einschätzung und Entscheidung gekommen ist, kann die Untersagung des Alkohol-ausschanks durch den FC St. Pauli nicht mitgetragen, sondern nur vorschriftsgemäß umgesetzt werden.
Hamburg, den 19. März 2003
FC St.Pauli – Pressestelle –

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