Rostockfans ausgesperrt

Littmann hat sein ursprüngliches Ziel, die Rostockfans komplett vom Millerntor auszusperren, nicht erreichen können. Stattdessen muß der Verein nun 500 Sitzplatzkarten nach Rostock geben, was defakto auch einem Rausschmiss gleichkommt.
Ich kotze hier gerade ziemlich ab, und da mir nicht so recht klar ist, wie ich das in Worte formulieren kann (*kotz*?), verweise ich einfach mal an den Übersteiger-Blog, der hat das nämlich bereits hervorragend in Worte gebracht, was ich hier gerade denke.
Klasse…. Ich freu mich schon auf die ausgesperrten Rostockfans. Und an das Hauen und Stechen nach Auswärtstickets, Spiele gegen St. Pauli sind doch beinahe traditionell schon Hochsicherheitsspiele, weshalb auch immer… Danke nochmal, Littmann.

Heimspiel gegen Hansa Rostock

Nachdem sich in der vergangenen Woche erstmals Fanvertreter und Präsidien des FC St. Pauli sowie des F.C. Hansa Rostock intensiv über das anstehenden Zweitligaspiel beider Vereine ausgetauscht haben, fand heute im Polizeipräsidium ein einvernehmliches Gespräch zwischen Vertretern der Hamburger Polizei und dem Präsidium des FC St. Pauli statt.

„Wir wollen im Vorfeld alle Möglichkeiten ausschöpfen, damit uns ein friedliches Fußballspiel bevorsteht. Nicht nur während der Partie, sondern auch im Vorfeld und im Nachgang. Auch dafür fühlen wir uns als Verein mitverantwortlich“, erklärte Präsident Corny Littmann bereits vor der Unterredung.

Nachdem die Polizei Hamburg eine klare Null-Lösung (keine Gästefans) favorisiert hatte, erreichte der FC St. Pauli einen Konsens und einigte sich mit der Polizei auf folgendes Szenario:

  • Die Gastmannschaft Hansa Rostock erhält keine Stehplatzkarten.
  • Für die Nordtribüne Block N 5 im St. Pauli Stadion werden Hansa Rostock bis zu 500 Sitzplatzkarten zum personifizierten Verkauf, also gegen Vorlage von Personalpapieren, zur Verfügung gestellt.
  • Bei Einlass am Spieltag werden die Karteninhaber hinsichtlich der Rechtmäßigkeit des Erwerbs überprüft.
  • Die durch den limitierten Verkauf frei bleibenden Stehplätze dienen als Pufferzone zwischen den rivalisierenden Fanblöcken.

Littmann: „Dadurch, dass wir weniger Karten verkaufen, verzichten wir im Interesse der Sicherheit auf Einnahmen in Höhe von rund 20.000 Euro. Aber in einem solchen Spiel steht die Sicherheit kombiniert mit einer weitestgehend möglichen Wahrung der Fanrechte im Vordergrund.“

Die Hamburger Polizei und der FC St. Pauli appellieren gemeinsam an die Fußballanhänger beider Klubs, von Gewalttätigkeiten Abstand zu nehmen und sich auf das sportliche Ereignis zu konzentrieren.

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4 Kommentare

  1. stpauli
    Di., 16. März 2010
    Antworten

    @KiezkickerDe endlich mal wieder einer Meinung: ausgerechnet St. Pauli. Oha!

  2. Stefan
    Di., 16. März 2010
    Antworten

    @stpauli Das ist bei dem Thema hoffentlich auch nicht problematisch. Man mag ja oftmals zwischen Fans verschiedener Meinung sein, aber es gibt einfach Dinge, die gehen einfach nicht. Völlig unabhägig davon wie sich die entsprechende Fangruppe aufgeführt hat.
    Einerseits will man Vorreiter sein, in Sachen Fanrechte, Stichwort Materialien im Gästeblock, und dann hat man doch wieder so einen riesigen Klops raus (der von der Polizei natürlich dann freudestrahlend aufgenommen wird).

    Ach, bei diesem Verein verzweifel ich noch…

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