Bericht von der gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Aufsichtsrat und Präsidium vom 19.03.07

Einberufung einer weiteren ausserordendlichen Jahreshauptversammlung durch den Aufsichtsrat

Nun schlägt der Aufsichtsrat vor, eine weitere ausserordendliche Jahreshauptversammlung am 04.05.07 einzuberufen. Der Anwalt vom Aufsichtsrat ist kurzfristig verwirrt und spricht gegenber der Richterin von einem Alternativtermin zur anberaumten Jahreshauptversammlung, was die Richterin zu irritierten Nachfragen veranlasst, ob das denn wirklich alternativ gedacht sei, was der Aufsichtsrat selber daraufhin sofort verneint, man halte nachwievor am Termin der einberufenen ersten ausserordendlichen Jahreshauptversammlung kommenden Sonntag fest, strebe aber eine weitere Mitgliederversammlung an, um möglichst zeitnah das neue Präsidium zur Wahl vorzuschlagen, der frühestmögliche Termin hierfür sei acht Wochen, und da man ja bereits Kandidaten hätte, sei dieses auch kein Problem.
Littmann bekräftigt daraufhin seine Bereitschaft, sich am 25.03. dem Mitgliederwillen zu stellen (gemeint war hier wohl wiederum der Dringlichkeitsantrag), der Aufsichtsrat erwiedert daraufhin, dass man nicht vorhabe ihn erneut für die Wahl vorzuschlagen, und eine Wahl des Präsidenten könne ohnehin erst bei der weiteren Mitgliederversammlung, welche am 04.05. stattfinden solle stattfinden, da ansonsten die satzungsgemäßen Fristen zwischen formellem Kandidatenvorschlag und Wahl nicht eingehalten würden.
Bevor sich Littmann entschließen würde weiterzumachen, wolle er sich das Mitgliedervotum hierfür bei der Mitgliederversammlung am 25.03. abholen.

Littmann verkündet seine Bereitschaft, notfalls auch gegen den Präsidiumskandidaten des Aufsichtsrates anzutreten. Er verweist erneut auf den für die MV am 25.03. gestellten Dringlichkeitsantrag, der ihm mit einem entsprechendem Mitgliedervotum ausstatten solle, und, wie er die Stimmung einschätze, auch werde.
Es sei des weiteren nicht das Ziel des Präsidiums, alle Aufsichtsräte in einer unwürdigen Einzelabstimmung abwählen zu lassen. Vorranging vor allen Anträgen solle daher ein Eileintrag eingereicht werden, auf die vorgeschlagene Aufsichtsratsabwahl per Einzelabstimmung zu verzichten.

Erneuter Schlichtungsversuch der vorsitzenden Richterin

Die Richterin schlägt als neuen Einigungsvorschlag vor, ab einer noch festzulegenden Summe, die deutlich unterhalb des laut Satzung liegenden Betrags liegen solle (als Beispiel werden 50.000 EUR genannt) den Aufsichtsrat generell um Zustimmung zu erfragen, zusätzlich zu den beiden neu zu installierenden Vizepräsidenten aus dem Umfeld des Aufsichtsrates.

Der Aufsichtsrat fragt sich daraufhin, wieso etwas bei 50.000, also einem deutlich unterhalb der laut Satzung zustimmungspflichtigen Grenze liegendem Betrag funktionieren solle, was bisher ja bei deutlich höher liegenden Beträgen nicht funktioniert hat.
Das Präsidium äußert sich daraufhin, dass man dem Aufsichsrat anbot und es auch bereits praktiziert hätte, bei eigentlich nicht zustimmungspflichtigen Spielertransfers den Aufsichtsrat dennoch generell um seine Zustimmung zu bitten.

Die Richterin äußert sich erneut dahingehend, dass sie sich mit einem Urteil schwertun würde, und drängt auf eine gütliche Einigung bis zur nächsten ordendlichen Mitgliederversammlung, ein Urteil, welches eine Seite als „Siegerr“ hervorgehen lassen würde, sei nicht im Interesse des Vereins und des Vereinsfriedens, sondern würde die bereits vorhandenen Gräben nur verbreitern.

Littmann betont erneut, dass ihm sehr an einer gütlichen Einigung gelegen sei. Die Stadionfinanzierung sei komplett, man könne jetzt keine weitere Unruhe im Verein mehr gebrauchen, jetzt müssten alle an einem Strang ziehen. Der Aufsichtsrat pflichtet dem Präsidium bei.
Erneut wird seitens des Präsidiums auf den eingereichten Eilantrag hingewiesen.

Kurzer Einschub: Als Wirtschaftsprüfer für den Verein fungiert „Mira Audit AGG“ (Schreibweise unklar). Diese hat ebenfalls einen Vertreter zum Gerichtstermin geschickt.

Das Präsidium gibt eine eidesstaatliche Erklärung zum Rücktritt ans Gericht, des weiteren wird der Dringlichkeitsantrag vorgelegt und für den Aufsichtsrat und das Gericht kopiert.

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Ein Kommentar

  1. Mo., 26. März 2007
    Antworten

    Kehrt beim FC St.Pauli jetzt Ruhe ein?…

    Nach den turbulenten letzten Wochen mit Präsidiums-Rücktritten, Stadionabriss, Putschversuchen und Gerichtsverhandlungen, scheint jetzt endlich wieder ein wenig Ruhe beim Kult-Regionalligisten FC St.Pauli einzukehren. Eine außerorden…

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