Morgendliche Bahnfahrten oder über die Einfallslosigkeit der Eltern bei der Vornamenssuche ihrer männlichen Nachkommen

Momentan ernte ich in der Bahn morgens und nachmittags, auf den Wegen von und zur Weiterbildung regelmäßig ziemlich irritierte Gesichter von mitfahrenden Jugendlichen. 😉
Wie die Leute, die mich (wirklich) kennen vielleicht wissen, frische ich gerade meinen Kenntnissstand bei einer Bildungsmaßnahme in Sachen Datenbanken und Internetcoding auf. Bevor ich zum eigentlichen Punkt dieses Artikels komme, muß man vielleicht noch erwähnen, dass ich eher zum rundlichen Teil der Bevölkerung gehöre (was mich im übrigen keinesfalls stört, aber dazu kommen wir ebenfalls noch), und mir aus diesem Umstand gerne einen Spaß mache und andere damit hochnehme (andere würden es als „verscheissern“ bezeichnen, aber das klingt mir viel zu dramatisch).
Und man muß wissen, dass es mir Spaß macht, die Mitmenschen um mich herum zu beobachten, ihr Verhalten und Auftreten zu analysieren. (mehr …)

Gelungener Umgang mit einem Autisten

Völlig unabhängig davon, was ich vom Absingen von Nationalhymnen oder deren schlichte Existenz halte, ist das hier ein grandioses Beispiel dafür, wie mit einer geistigen „Beeinträchtigung“ in anderen Ländern (in diesem Fall den USA, genauer im Fenway Park, dem Baseballstadion der Boston Red Sox) umgegangen wird, dass sie nicht als solches empfunden wird (und Autismus muß ja nun weißgott nicht zwangsläufig als eine Behinderung empfunden werden- sondern darf gerne auch einfach mal als Wesensart des entsprechenden verstanden wissen).
Klar, erstmal wird von den Leuten (mit?)gelacht, vollkommen normale Reaktion und so auch in Ordnung – dann aber brechen die Leute in Jubel aus (schon das möchte ich für Deutschland in der Form bezweifeln, wenngleich sicherlich noch denkbar), aber dass dann über den Hänger nicht nur (womöglich auch noch peinlich berührt) hinweggesehen, sondern aktiv auf eine wirklich fantastische Weise geholfen wird, den Hänger zu überwinden, ist einfach nur klasse. Habe ich in der Form noch nie erlebt, Gänsehaut! (gefunden bei autismus.twoday.net).
Kurz als Hintergrund: Für einen Autisten ist es mitunter schwer, sich auf etwas bestimmtes zu konzentrieren. Speziell in einem so gefüllten Stadion sind unheimlich viele Sinneseindrücke, die da auf einen einströmen. Dazu dann noch ein Text einer Nationalhymne, die mitunter zu Kopfkino führt (was mögen wohl die Sterne auf der Flagge machen, wo die doch eher an den Himmel gehören?)… Und wenn er dann eine Textzeile mit etwas lustigem verbindet, fällt es eben mitunter schwer, da einfach normal weiter zu singen… Wie gesagt, einfach wunderschön, wie er da durch das Mitsingen quasi an die Hand genommen wird und dadurch die eigene Sicherheit wieder erlangt und sich wieder auf den Text konzentrieren kann- und all die übrigen Eindrücke in diesem riesigen Stadion ausgeblendet bekommt. Grande.

Gibt es eine Frauschaft?

Oder nennt man die Mitglieder eines Frauenfußballteams einfach Manschaft, weils keine Männer sind und deswegen keine Mannschaft sein kann?
Oder sind sie trotzdem eine Mannschaft, weil sie sich in einem „männlichen“ Sport bewegen? Und ist Fußball ein mänlicher (oder ein männlicher?) Sport, und wenn nicht, seit wann nicht mehr? Und wieso muss ich mich immer regelrecht dazu zwingen, Mannschaft anstelle von Manschaft zu schreiben? Das sind die Fragen, die mich gerade bewegen… 😉

Interview mit einer Asperger-Autistin

13.08.2007, 10.00 Uhr, Leute, SWR1 Baden-Württemberg. Nicole Schuster, die Autorin von „Ein guter Tag ist ein Tag mit Wirsing. Das Asperger-Syndrom aus der Sicht einer Betroffenen“ (haben wollen!) schildert ihre Eindrücke mit dem Leben und ihrer Umwelt in Leute Night auf SWR1. Notfalls gibt es aber auch noch ein MP3-Podcast der Sendung. Weitere SWR-Podcasts.

Hallo congstar, vielen Dank für euren Mailspam!

Hallo Anke Huber von Iven & Hillmann GmbH & Co. KG (Agentur für Online-Marketing), hallo congstar, vielen Dank für euren Mailspam! Klasse Aktion, die ihr da gerade durchführt. (mehr …)

„Tele2“ meint, ich hätte nicht alle Tassen im Schrank

Na super. Eben rief hier jemand von Tele2 an, meldete sich nach dreimaligem „Hallo?!“ meinerseits (ich habe mir abgewöhnt, mich mit Namen zu melden…) dann mit Namen und Firma und stellte als erstes die Frage, ob sie denn mit einem Stefan Rosskopf (also mir) sprechen würden. (mehr …)

Potential, Potenzial oder sowas

Ich bin der Baum, und Deutschland sowieso. Und ich nutze bereits mein ganzes Potential oder sowas. Potenzial – ist dieses Wort eigentlich eine Kurzform einer potenzi(erten) (Z)a(h)l? Man sagt doch, die neue Rechtschreibung leite sich auch von der Herkunft eines Wortes ab, warum heisst es dann aber Potential – ist man besonders potent, wenn man all seine Fähigkeiten abruft…? 😉

Bratskartoffeln und Spiegelsei

Hach, ich liebe den Spiegel – Zwiebelfisch… er liefert einem echt eine Unmenge von Denkanstössen – sozusagen die Sendung mit der Maus für Erwachsene….
Der Zwiebelfisch – er erklärt einem beispiel(s)weise ganz nebenbei, warum es nicht Bratskartoffeln und Spiegelsei heisst, bzw. weshalb ein einfaches „s“ so wichtig ist, und zumeist in Amtstuben – pardon, in Amtsstuben – vergessen und einfach weggelassen wird…: Bratskartoffeln und Spiegelsei oder Pimmelfechten für Unteroffiziere.

Urin-stinkt, oder neue Getrenntschreibung

Hm, die Rechtschreibung soll nun erneut vereinfacht werden, insbesondere solche Dinge wie Getrennt- oder Zusammenschreibung sollen nochmal überarbeitet werden, was insofern ja nicht ganz schlecht ist, denn man möchte halt schon ganz gerne mal wissen, ob nun vom „Urin-
stinkt“ (also dem stinkenden Urin nach Spargelgenuss oder so), oder aber ob man vom Urinstinkt redet, den jedes Lebewesen besitzt. 😉 Andererseits sieht Urins-
tinkt aber auch wieder etwas seltsam aus. Trotzdem ein nettes Beispiel, was die Tagesschau zu der Meldung da wählte, grins.
Mehr dazu: Spiegel, Stern

Einzahlige Mehrzahl

Warum ändern sich einige Wörter, wenn man von denen die Mehrzahl nimmt, eigentlich nicht? Beispiel: Ein Fenster, viele Fenster. Oder ein Fernseher, viele Fernseher? Bei anderen Dingen verändern sie sich ja auch? Ein Bild, viele Bilder, eine Tapetenrolle, viele Tapetenrollen…